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Thomas Rech

Im November 2014 verabschiedete er sich aus privaten und gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Theaterleben, im April 2016 kehrte er voller Tatendrang zurück: Thomas Rech (*1952) greift seitdem als Autor, Schauspieler und Chefdramaturg wieder in die Geschicke "seines" Mondpalasts ein.

1981 hängte Thomas Rech seinen Beruf als Bundesbahninspektor an den Nagel, anschließend studierte er Philosophie und katholische Theologie. Seitdem ist der gebürtige Bochumer der Theaterszene des Ruhrgebiets seit den 1980er Jahren verbunden. Der Autor, Schauspieler und Regisseur startete seine Karriere einst im Theater Ecce Homo, einer kleinen Off-Bühne im Riemker Hinterzimmer, nachdem er zuvor in über 30 TV-Produktionen an der Seite von Hansjörg Felmy, Manfred Krug und Vadim Glowna mitgewirkt hatte. 1989 schrieb er als zwielichtiger Kriminalassistent Jo Wilms an der Seite von Götz George als Kultkommissar Horst Schimanski in dem ARD-Tatort "Der Pott" TV-Geschichte.

Das Zimmertheater Ecce Homo stand damals in der Tradition eines Beckett und Ionesco; aber Rech ließ sich nie auf eine Darstellungsweise festlegen. Stets auf der Suche nach Neuem, wechselte er in den 1990ern ins komödiantische Fach. In der Comödie Bochum spielte er mit Johannes Heesters und mit Klaus Dahlen („Die Sonnyboys“). Unvergessen auch sein Auftritt als „Bochumer Jedermann“, einer Produktion von Stahlhausen Enterprises in der riesigen, leeren Jahrhunderthalle.

Rech und Christian Stratmann begegneten sich im Essener Europahaus. Dort spielte Rech zwischen 2002 und 2005 vor mehr als 80.000 Gästen mehr als 400 Vorstellungen des Solo-Stücks "Caveman". Stratmann gewann den leidenschaftlichen Theatermacher für das Volkstheater Mondpalast, wo Rech seit 2003 als Intendant die künstlerischen Geschicke der Bühne leitete. Mit großem Geschick stellte er das Ensemble zusammen, das zum Teil bis heute zusammen spielt. Künstler wie Silke Volkner, Susanne Fernkorn und die viel zu früh verstorbene Ute Schütgens, aber auch Martin Zaik, Dirk Emmerich oder Axel Schönnenberg entwickelten sich unter seiner Regie zu echten Volksschauspielern in der Tradition von Heidi Kabel oder Willy Millowitsch. Alle Stücke inszenierte Rech selbst. "Ronaldo & Julia" und "Flurwoche", Kultkomödien aus den Anfangsjahren des Mondpalasts, tragen Rechs unverkennbare künstlerische Handschrift und werden bis heute mit großem Erfolg im Mondpalast gespielt.

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