Ob Raumschiff oder Ruhrpott-Express: Im 2. Halbjahr hebt der Mondpalast ab! Claude Nicollier aus der Schweiz, der europaweit einzige Astronaut mit vier Einsätzen im All, greift Anfang Juli nach den Sternen. Wenig später schiebt Theaterdirektor Marvin Boettcher die Komödie „Ruhrpott-Express“ auf die Gleise. Stillstand gibt’s 2025 nicht. „Das Jahr der Experimente hat erfolgreich begonnen“, sagt Boettcher über sein „Alles wird anders“-Konzept. „Die ersten sechs Monate unseres ‚Nichts-ist-unmöglich‘-Jahres haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Kurs sind.“
Schon am Freitag, 25. Juli, rollt mit dem „Ruhrpott-Express“ die dritte Premiere des Jahres in den Mondpalast-Bahnhof heran – mitten hinein ins Sommer-Theater. „Was diese Komödie so besonders macht, ist die perfekte Mischung aus regionalem Charme und universeller Komik“, so Boettcher über die neue Produktion. Hausautor Sigi Domke hat wieder eine Geschichte geschaffen, die tief im Ruhrgebiet verwurzelt ist und gleichzeitig zeitlose Themen aufgreift. Wer kann keine Leidensgeschichte über verspätete Züge erzählen? Der „Ruhrpott-Express“ fährt obendrein in die falsche Richtung. Vier gestresste Fahrgäste gehen sich im Abteil gehörig auf die Nerven: Start-up-Unternehmer Malte, die alleinerziehende Mutter Hanna, Rentner Gregor und Aktivistin Caroline. Als Zugbegleiter Ökkes vor Schreck ohnmächtig wird, muss die Zufallsgemeinschaft plötzlich zusammenhalten.
Der „Ruhrpott-Express“ ist eine Premiere im doppelten Sinne: Stefanie Otten-Marré ist die erste Frau, die in einer Mondpalast-Komödie Regie führt. „Der Kontakt nach Wanne-Eickel entstand über gemeinsame künstlerische Verbindungen. Ich freue mich schon sehr darauf, mit meiner Inszenierung neue Impulse zu setzen“, erklärt die Regisseurin. Sie verspricht den Gästen einen Abend voller Überraschungen: „Der ‚Ruhrpott-Express‘ bietet alles, was eine gute Komödie braucht – Herz, Humor und authentische Charaktere, die die Gäste sofort ins Herz schließen werden.“
Neben „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“, der beliebten Fortsetzung der Fußballkomödie „Ronaldo & Julia“, nimmt im Sommertheater der Oldie-Spaß „Auf der Wilden Rita“ Kurs auf den Sonnenuntergang des Lebens. Im Herbst steht Komödie Nummer vier auf dem Spielplan: „Die unendliche Baustelle“ bringt zwei Schwestern und ihre Eisdiele an den Rand des Nervenzusammenbruchs.
Faszination Weltall mit Claude Nicollier
Doch zunächst landet am Mittwoch, 2. Juli, um 19 Uhr Claude Nicollier, der einzige europäische Astronaut, der vier Mal im All war, im Mondpalast. Die Organisatoren Michael Wurst und Christoph Methler haben dieses außergewöhnliche Event konzipiert. „Ein Raumfahrtabend im Theater – das ist einzigartig“, erklärt Michael Wurst. „Wir wollen den Menschen die Faszination des Weltalls näherbringen und haben über persönliche Kontakte Claude Nicollier für diesen besonderen Abend gewinnen können, der seinen Vortrag mit einer Talkrunde und einer Autogrammstunde verbindet.“ Christoph Methler ergänzt: „Die Gäste erwartet ein faszinierender Einblick in die Welt der Raumfahrt, gespickt mit persönlichen Anekdoten und spektakulären Bildern aus dem All. Es gibt nur noch wenige Restkarten für dieses einmalige Erlebnis.“
Bunter Gastspiel-Mix für Junge und Junggebliebene
„Der Raumfahrtabend ist der Raketenstart in ein tolles Gastspiel-Programm bis Ende des Jahres“, kündigt Theaterdirektor Marvin Boettcher an. Ein Wiedersehen gibt es mit Peter Grimberg, der mit Jörg Dräger fragt: „Wer geht mit uns aufs Ganze?“ Der Kabarettist Horst Freckmann hat sich mit zwei Programmen angekündigt: „Barfuß oder Lackschuh“ ist der Titel seiner Hommage an den unvergessenen Entertainer Harald Juhnke, mit „Das Beste von Heinz Erhardt“ verneigt sich der Essener vor einer weiteren Fernsehlegende. Parallel dazu steuert Theaterdirektor Marvin Boettcher aber mit einem modernen Mix aus Musik, Magie, TV-Medizin und Comedy deutlich jüngere Gästewelten an. Bis zum Jahresende geben sich unter anderem Rüdiger Hoffmann, Doc Esser & Band, Gude Leude, Wolfgang Trepper, Pit Hartling und Onkel Fisch im Mondpalast das Mikrophon in die Hand.