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Thomas Rech

Es ist jetzt vier Jahrzehnte her, also 1981, als Thomas Rech (*1954) seinen Beruf als Bundesbahninspektor an den berühmten Nagel hängte und studieren ging – Philosophie und Katholische Theologie. Seitdem ist der gebürtige Essener der Theaterszene des Ruhrgebiets verbunden.

Der Autor, Schauspieler und Regisseur startete parallel zum Studium seine Theaterkarriere im von ihm selbst gegründeten Theater „Ecce Homo“, einer kleinen Off-Bühne in einem Hinterzimmer in Bochum-Riemke. Zudem stand er in über 30 TV-Produktionen an der Seite von Hansjörg Felmy, Manfred Krug und Vadim Glowna vor der Kamera. 1989 schrieb er als zwielichtiger Kriminalassistent Jo Wilms an der Seite von Götz George in dessen Rolle als Kultkommissar Horst Schimanski in dem ARD-Tatort „Der Pott“ TV-Geschichte.

Das Zimmertheater „Ecce Homo“ stand damals in der Tradition eines Beckett und Ionesco; aber Rech ließ sich nie auf eine Darstellungsweise festlegen. Stets auf der Suche nach Neuem, wechselte er in den 1990er Jahren ins komödiantische Fach. In der „Comödie“ Bochum spielte er mit Johannes Heesters und mit Klaus Dahlen („Die Sonnyboys“). Unvergessen auch sein Auftritt als „Bochumer Jedermann“, einer Produktion von „Stahlhausen Enterprises“ in der riesigen, leeren Jahrhunderthalle.

Thomas Rech und Christian Stratmann begegneten sich erstmals im Essener Europahaus. Dort spielte Rech zwischen 2002 und 2005 mehr als 400 Vorstellungen des Solo-Stücks „Caveman“. Stratmann gewann den leidenschaftlichen Theatermacher für das Volkstheater Mondpalast, wo Rech seit 2003 – mit einer kurzen Unterbrechung zwischen November 2014 und April 2016 – bis zum heutigen Tag als Gründungsintendant die künstlerischen Geschicke leitet.

Mit großem Geschick stellte er das Ensemble zusammen, das zum Teil bis heute weiterhin zusammenspielt. Künstler*innen wie Silke Volkner, Susanne Fernkorn und die viel zu früh verstorbene Ute Schütgens, aber auch Martin Zaik, Axel Schönnenberg oder Heiko Büscher entwickelten sich unter seiner Regie zu echten Volksschauspielern in der Tradition von Heidi Kabel oder Willy Millowitsch.

Bei fast allen Eigenproduktionen des Mondpalastes inszenierte Thomas Rech selbst, vier Stücke hat er auch geschrieben. „Ronaldo & Julia“ und „Flurwoche“, Kultkomödien aus den Anfangsjahren des Wanne-Eickeler Volkstheaters, tragen seine unverkennbare künstlerische Handschrift und werden bis heute mit großem Erfolg auf der Bühne im Mondpalast gespielt.

Thomas Rech ist Vater von drei Kindern und lebt heute (wo sonst?) in Wanne-Eickel.

Alle Urheberrechte liegen beim Mondpalast von Wanne-Eickel.
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