Gastspielfrühling

Standing Ovations! – Endlich mal eine Baustelle, die Spaß macht!

Dixi-Klos statt Eiscreme, Amtsschimmel statt Kundschaft: Der Mondpalast von Wanne-Eickel serviert zum Jahresende eine Portion Bürokratie-Wahnsinn mit extra viel Ruhrpott-Humor. Am Mittwoch, 29. Oktober, feierte „Die unendliche Baustelle“ ihre Premiere auf der Bühne an der Wilhelmstraße. Und wie! Die Gäste feierten die Komödie aus der Feder von Hausautor Sigi Domke mit minutenlangen „Standing Ovations“ für […]

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Dixi-Klos statt Eiscreme, Amtsschimmel statt Kundschaft: Der Mondpalast von Wanne-Eickel serviert zum Jahresende eine Portion Bürokratie-Wahnsinn mit extra viel Ruhrpott-Humor. Am Mittwoch, 29. Oktober, feierte „Die unendliche Baustelle“ ihre Premiere auf der Bühne an der Wilhelmstraße. Und wie! Die Gäste feierten die Komödie aus der Feder von Hausautor Sigi Domke mit minutenlangen „Standing Ovations“ für das Ensemble.

Domke lässt dabei die Geschwister Mona (Silke Volkner) und Max Eisleben (Martin Zaik) gegen den alltäglichen Behörden-Irrsinn kämpfen. Die erfolgreiche Eisdiele der beiden Mondpalast-Publikumslieblinge wird über Nacht zur Problemzone: Eine geheimnisvolle Baustelle taucht vor der Tür auf, komplett mit stinkendem Toilettenhäuschen. Wochenlang passiert nichts, die Kunden bleiben weg, das Viertel verfällt.

Komödie voller Trotz und Lebensfreude
Monas Hilferufe bei der Stadtverwaltung landen in Warteschleifen und bei KI-Chatbots. Zwielichtige Gestalten erobern die Straße, die Nachbarn ziehen weg. Als die Geschwister ihre Eisdiele aufgeben müssen, schlägt im Viertel die Stunde des kreativen Protests. „Wir alle kennen das: endlose Baustellen, unerreichbare Ämter, Bürokratie ohne Ende“, so Theaterdirektor Marvin Boettcher. „Sigi Domke macht daraus eine Komödie voller Trotz und Lebensfreude.“

Komödienspezialist führt Regie
„Die unendliche Baustelle“ war dabei gleich eine doppelte Premiere: Erstmals hat der bekannte Regisseur und Schauspieler Roland Heitz im Mondpalast die Zügel in der Hand. Der bekannte Komödienmacher bringt die kafkaeske Geschichte mit dem Ensemble um Silke Volkner, Martin Zaik, Susanne Fernkorn, Melanie Linka, Luis Volkner, Axel Schönnenberg, Astrid Breidbach und Heiko Büscher auf die Bühne. Heitz hatte dabei zudem seinen Bühnenbildner mitgebracht: Thomas Döll, Leiter der Requisite am Stadttheater Gießen, prägt die Mondpalast-Bühne mit seiner eigenen Handschrift.

Aktuelle Themen – vergnüglich serviert
„Die unendliche Baustelle“ ist eine Komödie in bester Mondpalast-Tradition. Sie verhandelt aktuelle Themen wie Gentrifizierung, Bürgernähe und Quartiersentwicklung ohne Zeigefinger, dafür aber mit dem typisch leichten Mondpalast-Humor. Die Botschaft ist klar: Manchmal muss man sich den öffentlichen Raum zurückerobern. Ganz nach dem Motto von Komödienautor Sigi Domke: „Am Ende einer Komödie muss die Welt immer ein kleines bisschen besser sein.“

Tickets für die Komödie gibt es hier online

Palast-Chef Marvin Boettcher erhält NRW-Preis für gelungene Nachfolge

Bühne frei für Marvin Boettcher: Der 38-jährige Theatermacher aus Herne, seit 2023 Inhaber des Mondpalasts von Wanne-Eickel und des RevuePalasts Ruhr, erhält den „Nachfolgepreis NRW“. Verliehen wurde die Auszeichnung von der IHK NRW und der Bürgschaftsbank NRW am Donnerstag, 9. Oktober, im Vonovia Ruhrstadion in Bochum. Passender könnte der Ort kaum sein, schließlich ist Boettcher […]

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Bühne frei für Marvin Boettcher: Der 38-jährige Theatermacher aus Herne, seit 2023 Inhaber des Mondpalasts von Wanne-Eickel und des RevuePalasts Ruhr, erhält den „Nachfolgepreis NRW“. Verliehen wurde die Auszeichnung von der IHK NRW und der Bürgschaftsbank NRW am Donnerstag, 9. Oktober, im Vonovia Ruhrstadion in Bochum. Passender könnte der Ort kaum sein, schließlich ist Boettcher großer Fan des Teams von der Castroper Straße.

Die Geschichte von Marvin Boettcher und dem Mondpalast begann bereits vor 16 Jahren. 2009 baute der damals 22-Jährige die Wanne-Eickeler Kammerspielchen auf, damals das kleine Haus des Volkstheaters. Nach Stationen in Hamburg und Dortmund bot der Theatergründer und Prinzipal Christian Stratmann dem studierten Event-Manager 2022 den Kauf des Volkstheaters an der Wilhelmstraße an. Seitdem führt Boettcher beide Häuser in eine neue Zukunft – mit frischen Ideen und Respekt vor der Tradition. „Selbstständig zu arbeiten, Neues zu wagen und anderen ein berufliches Zuhause zu geben, konnte ich mir schon immer vorstellen. Mit einem Theater in Wanne-Eickel habe ich dann doch nicht gerechnet“, sagt Boettcher. „Umso schöner, dass es doch so gekommen ist.“

2025 – das Jahr der Experimente
Nach der Übernahme standen Veränderungen an: Die Theaterkasse bietet ab sofort neben der bewährten Tickethotline verstärkt die Möglichkeit zur Online-Buchung an, neue Formate kamen auf die Bühne, das Engagement auf Social Media intensiviert. 2025 erklärte Boettcher im Mondpalast zum „Jahr der Experimente“: Nie zuvor in der mehr als 20-jährigen Geschichte des Hauses gab es vier Premieren in einem Jahr. Hinzu kamen neue Spieltage innerhalb der Woche. Neue Regisseure wurden an das Haus herangeführt. Boettcher verzichtete auf die Sommerpause und ließ durchspielen. Ergänzt wurden die Neuerungen durch eine Vielzahl von Gastspielen gezielt auch für jüngere Gäste. Neu ist auch eine kleine Probebühne und eine Künstlerwohnung zum Beispiel für Gastregisseure oder -künstler. „Der Erfolg hat uns Recht gegeben“, blickt der Theaterdirektor stolz auf ausverkaufte Vorstellungen mitten in den Sommerferien. Die größte Herausforderung sah Boettcher darin, die langjährigen Mitarbeitenden für den Wandel zu begeistern. Auch das hat funktioniert: Das Team vor, auf und hinter der Bühne blieb beieinander und wirkt mit Feuereifer am Aufbau des „neuen“ Mondpalasts mit.

Herne – Stadt der zwei Paläste
Der Übergabeprozess von Christian Stratmann auf Marvin Boettcher dauerte gut ein Jahr. Unterstützung erhielt der 38-jährige Herner durch die Stadt Herne, die Sparkasse Herne sowie die Förderberatung der IHK und der NRW.BANK. Boettcher bedankte sich auf seine Weise, schon bald soll es einen zweiten Palast in Herne geben. Als der RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten, den Boettcher ebenfalls von Christian Stratmann übernommen hatte, seine Türen schließen musste, wurde Marvin Boettcher auf der Suche nach einem Standort in seiner Heimatstadt fündig. Im Frühjahr 2026 soll in einer ehemaligen Squash-Halle im Revierpark Gysenberg der neue RevuePalast Ruhr für bis zu 600 Gäste eröffnen. Die Baugenehmigung erteilte die Stadt in Rekordgeschwindigkeit. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda übergab Boettcher die Papiere im September höchstpersönlich – voller Vorfreude auf „Herne, die Zwei-Paläste-Stadt“.

Endlich mal eine Baustelle, die Spaß macht!

Dixi-Klos statt Eiscreme, Amtsschimmel statt Kundschaft: Der Mondpalast von Wanne-Eickel serviert zum Jahresende eine Portion Bürokratie-Wahnsinn mit extra viel Ruhrpott-Humor. Am 29. Oktober 2025 feiert „Die unendliche Baustelle“ Premiere. Die Komödie aus der Feder von Hausautor Sigi Domke beschließt das „Vier Premieren-Jahr“ mit einer Leidensgeschichte, die jeder kennt. Domke lässt die Geschwister Mona (Silke Volkner) […]

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Dixi-Klos statt Eiscreme, Amtsschimmel statt Kundschaft: Der Mondpalast von Wanne-Eickel serviert zum Jahresende eine Portion Bürokratie-Wahnsinn mit extra viel Ruhrpott-Humor. Am 29. Oktober 2025 feiert „Die unendliche Baustelle“ Premiere. Die Komödie aus der Feder von Hausautor Sigi Domke beschließt das „Vier Premieren-Jahr“ mit einer Leidensgeschichte, die jeder kennt.

Domke lässt die Geschwister Mona (Silke Volkner) und Max Eisleben (Martin Zaik) gegen den alltäglichen Behörden-Irrsinn kämpfen. Ihre erfolgreiche Eisdiele wird über Nacht zur Problemzone: Eine geheimnisvolle Baustelle taucht vor der Tür auf, komplett mit stinkendem Toilettenhäuschen. Wochenlang passiert nichts, die Kunden bleiben weg, das Viertel verfällt.

Komödie voller Trotz und Lebensfreude
Monas Hilferufe bei der Stadtverwaltung landen in Warteschleifen und bei KI-Chatbots. Zwielichtige Gestalten erobern die Straße, die Nachbarn ziehen weg. Als die Geschwister ihre Eisdiele aufgeben müssen, schlägt im Viertel die Stunde des kreativen Protests. „Wir alle kennen das: endlose Baustellen, unerreichbare Ämter, Bürokratie ohne Ende“, so Theaterdirektor Marvin Boettcher. „Sigi Domke macht daraus eine Komödie voller Trotz und Lebensfreude.“

Komödienspezialist führt Regie
„Die unendliche Baustelle“ ist eine doppelte Premiere: Erstmals hat der bekannte Regisseur und Schauspieler Roland Heitz im Mondpalast die Zügel in der Hand. Der bekannte Komödienmacher bringt die kafkaeske Geschichte mit dem Ensemble um Silke Volkner, Martin Zaik, Susanne Fernkorn, Melanie Linka, Luis Volkner, Axel Schönnenberg, Astrid Breidbach und Heiko Büscher auf die Bühne. Heitz hat seinen Bühnenbildner mitgebracht: Thomas Döll, Leiter der Requisite am Stadttheater Gießen, wird die Mondpalast-Bühne mit seiner eigenen Handschrift prägen.

Aktuelle Themen – vergnüglich serviert
„Die unendliche Baustelle“ ist eine Komödie in bester Mondpalast-Tradition. Sie verhandelt aktuelle Themen wie Gentrifizierung, Bürgernähe und Quartiersentwicklung ohne Zeigefinger, dafür aber mit dem typisch leichten Mondpalast-Humor. Die Botschaft ist klar: Manchmal muss man sich den öffentlichen Raum zurückerobern. Ganz nach dem Motto von Komödienautor Sigi Domke: „Am Ende einer Komödie muss die Welt immer ein kleines bisschen besser sein.“

Premiere: Mittwoch, 29. Oktober 2025, 20 Uhr, Mondpalast Wanne-Eickel, Wilhelmstraße 26, 44649 Herne

Tickets gibt es hier!

Komödienprofi Roland Heitz inszeniert Bürokratie-Wahnsinn

Ein Wiedersehen nach vier Jahrzehnten: Roland Heitz, bekannt aus TV-Knüllern wie „Schwarzwaldklinik“ und „Das Sommerhaus der Stars“, steht erstmals als Regisseur im Mondpalast von Wanne-Eickel am Pult. Der 68-jährige Komödienspezialist bringt am 29. Oktober Sigi Domkes neue Bürokratie-Satire „Die unendliche Baustelle“ auf die Bühne. Im Interview verrät er, warum ihn die Ruhrpott-Mentalität begeistert und wie […]

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Ein Wiedersehen nach vier Jahrzehnten: Roland Heitz, bekannt aus TV-Knüllern wie „Schwarzwaldklinik“ und „Das Sommerhaus der Stars“, steht erstmals als Regisseur im Mondpalast von Wanne-Eickel am Pult. Der 68-jährige Komödienspezialist bringt am 29. Oktober Sigi Domkes neue Bürokratie-Satire „Die unendliche Baustelle“ auf die Bühne. Im Interview verrät er, warum ihn die Ruhrpott-Mentalität begeistert und wie er die kafkaeske Geschichte der Geschwister Eisleben inszeniert.

Herr Heitz, Sie haben 1986 bereits einmal in Wanne-Eickel gespielt. Wie kam es zu diesem Wiedersehen?
Das ist wirklich eine schöne Geschichte. Damals war ich mit „Endstation Sehnsucht“ auf Tournee und gastierte im damaligen Saalbau. Ich spielte den Mitch neben Sieghardt Rupp als Kowalski und Monika Lundi als Stella. Als viele Jahre später das Angebot vom Mondpalast kam, dachte ich sofort: Das kennst du doch! Es war wie ein kleines Déjà-vu.

Was reizte Sie an der Zusammenarbeit mit dem Mondpalast?
Zunächst das sehr sympathische Gespräch mit Marvin Boettcher. Dann habe ich mir mehrere Vorstellungen angeschaut und gesehen, welches Potenzial dieses Ensemble hat. Das sind richtig gute Typen, wie man sie in anderen Ensembles so nicht findet. Das ist ein hochkreatives Ensemble. Mit diesen Künstlern zu arbeiten macht Spaß.

Wie erleben Sie die berühmte Ruhrpott-Mentalität?
Während der Probentage übernachte ich in der Künstlerwohnung des Mondpalasts. Ich fühle mich hier sehr wohl. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre im Theater. Diese Leute sind echt, deutlich ehrlicher als in anderen Gegenden. Das merkt man an Kleinigkeiten. Als ich Geburtstag hatte, kannten mich die Kollegen gerade zwei Tage. Trotzdem haben sie mir so herzlich gratuliert. Das kam total authentisch rüber, nicht aufgesetzt.

„Die unendliche Baustelle“ behandelt Bürokratie-Wahnsinn. Warum passt das so gut zum Mondpalast?
Das Thema ist hochaktuell. Jeder hat seine Erfahrungen mit Behörden und wird sich wiederfinden können. Sigi Domke macht daraus eine Geschichte mit diesem typischen Solidaritäts-Gedanken. Die Geschwister Eisleben kämpfen zusammen gegen die Bürokratie, das Viertel hält zusammen. Das ist typisch für diese Region.

Sie arbeiten mit Silke Volkner und Martin Zaik, zwei Urgesteinen des Hauses…
Das ist fantastisch. Die sind so liebenswerte Menschen und natürlich gut eingespielt über Jahrzehnte. Trotzdem lassen sie sich auf meine Arbeitsweise ein. Ich probe sehr intensiv, vier Stunden am Stück, und sage: Es muss nicht alles zu breit gespielt werden, der Witz geht trotzdem nicht verloren.

Was ist Ihre Handschrift bei dieser Inszenierung?
Ich will keine Riesen-Umbauten wie in anderen Produktionen. Ein Spielort: die Eisdiele. Darum dreht sich alles. Kleine Veränderungen ja, aber nicht diese ewigen Umbauzeiten. Heute können wir den Gästen Stücke von maximal zwei Stunden mit Pause anbieten, dann ist Schluss. Die Sehgewohnheiten haben sich in 20 Jahren komplett verändert.

Warum sollten sich die Mondpalast-Gäste das Stück anschauen?
Jeder wird sich in dieser Geschichte wiederfinden und das Ganze mit Abstand von der heiteren Seite betrachten können. Es ist eine Komödie mit leicht absurden, fast kafkaesken Situationen, aber man kann wirklich herzhaft lachen.

Zur Person Roland Heitz:

Geburtsdatum und Herkunft: Roland Heitz wurde am 11. September 1957 in Neunkirchen (Saarland) geboren.
Ausbildung: Er studierte Schauspiel von 1976 bis 1979 an der Hochschule für Musik und Theater Saarbrücken.
Theaterkarriere: Heitz war in vielen Städten engagiert – darunter Regensburg, Krefeld/Mönchengladbach, Lüneburg, Hannover und Hamburg (u. a. als Oberspielleiter am Altonaer Theater von 1993–1994) – und war später stellvertretender Intendant in Herford.
Direktor der Komödie Kassel: Von 2000 bis 2005 war er Direktor dieses Hauses, wo er zahlreiche Stücke inszenierte und selbst spielte.
Regie an zahlreichen Bühnen: Er inszenierte u. a. in Wien, Bremen, Münster, Detmold, Erfurt, Hagen, Heidelberg, Cottbus, Potsdam sowie bei den Gandersheimer Domfestspielen.
Fernsehrollen: Rollen u. a. in „Verbotene Liebe“ (1995), „Schwarz Rot Gold“ (1989), „Die Schwarzwaldklinik“, „Der Landarzt“ und „Unter uns“.
Reality TV: Mit seiner Lebensgefährtin Janina Korn war Roland Heitz 2021 in der Reality Show „Das Sommerhaus der Stars“ zu sehen.
Aktuelle Arbeiten: Auch 2025 ist er aktiv – etwa bei der TV-Serie „Notruf“ oder als Werbespot-Darsteller für eBay.
Bühnenrollen: Im reichen Bühnenschaffen von Roland Heitz besonders hervorzuheben sind seine Rollen als Dr. Bertholin in „Einmal Sonne für zwei“ (Münster, 2024), Professor Unrat in „Der blaue Engel“ (Cottbus, 2020), Henri Voizot in „Frühstück bei Monsieur Henri“ (Münster, 2018), Amandus in „Honig im Kopf“ (Münster, 2017) oder Jago in „Othello“ (Hamburg, 1990).

„Oppa Lorenz“ sagt Tschüss – Interview mit Ekki Eumann

66 Jahre alt, hunderte Vorstellungen auf dem Buckel, aber jetzt ist Schluss: Am 31. August tauscht der Mondpalast-Schauspieler Ekkehard („Ekki“) Eumann seine feste Anstellung gegen das Rentner-Dasein – stilecht in der Seniorenkomödie „Auf der wilden Rita“. Im Gespräch blickt der zukünftige Ruheständler zurück und nach vorn. Ekki, du hast einen bemerkenswerten Karrierewechsel hingelegt. Vom Germanistik-Studenten […]

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66 Jahre alt, hunderte Vorstellungen auf dem Buckel, aber jetzt ist Schluss: Am 31. August tauscht der Mondpalast-Schauspieler Ekkehard („Ekki“) Eumann seine feste Anstellung gegen das Rentner-Dasein – stilecht in der Seniorenkomödie „Auf der wilden Rita“. Im Gespräch blickt der zukünftige Ruheständler zurück und nach vorn.

Ekki, du hast einen bemerkenswerten Karrierewechsel hingelegt. Vom Germanistik-Studenten zum gut verdienenden Musiker zum Theaterschauspieler.
Ja, das war ein echter Bruch. Als Musiker habe ich nämlich richtig, richtig gutes Geld verdient. Wenn ich schlau gewesen wäre unter wirtschaftlichen Aspekten, hätte ich so weitermachen sollen. Aber ich merkte, mir reicht das nicht mehr. Jetzt bin ich nicht so reich, aber glücklicher.

Du bist seit 1992 Dozent. Bist du doch Lehrer geworden?
Genau, und ich mache das sehr gerne. Beim „Actors Training“ vermittle ich schauspielerische Grundlagen. Das finde ich erstaunlich: Bei jedem Workshop lerne ich selber was von meinen Schülern, weil man viel zuschauen und Rückmeldung geben muss. Das ist gut für meine Arbeit auf der Bühne.

2008 warst du 48 und solltest in „Ronaldo & Julia“, deinem Debüt am Mondpalast, einen 80-Jährigen spielen. Wie geht das?
Beim Fußball-Opa Lorenz denke ich an meinen Großvater. Der war Vorbild, nicht nur von der Geisteshaltung her, sondern auch körperlich. Jetzt bin ich 66, jetzt muss ich nur noch 14 Jahre warten, dann muss ich das nicht mehr üben. Ich baue mir für jede Figur eine Geschichte und überlege, wo sie herkommt und was sie antreibt.

Du hast schon über 1.000 Mal den Hausmeister Buschmann in der „Flurwoche“ gespielt. Wird das nicht langweilig?
Nein, weil wir hier keinen Film drehen, sondern auf einer Theaterbühne alles live und unmittelbar passiert. Es gibt immer kleine Missgeschicke. Manchmal rollt ein Gegenstand ins Publikum, jemand vergisst seinen Auftritt. Wenn man damit umgeht, kann Komödie das vertragen. Unser Publikum liebt es am meisten, wenn wir direkt angesprochen werden.

Du hattest spektakuläre Pannen, hast dir mitten im Spiel eine Rippe gebrochen. Wie war das?
Die Kollegen trugen mich in „Ronaldo & Julia“ früher auf Schultern herein und stellten mich auf einen Tisch. Bei dieser legendären Vorstellung kippte der Tisch. Ich versuchte mich abzufangen und zimmerte mir den eigenen Ellenbogen in die Rippen. Das hat das ganze Stück über sehr, sehr wehgetan, aber das Publikum dachte, die Wackelei gehört zum gebrechlichen Lorenz dazu.

Was unterscheidet den Mondpalast von anderen Theatern?
Das Ensemble – wir arbeiten so lange zusammen. Die wenigsten Schauspieler haben das Glück einer festen Anstellung über 17 Jahre. Von Anfang an wurde geschaut, dass die Menschen zusammenpassen. Wir alle sind empathische Menschen, Freundschaften sind entstanden. Missgeschicke fangen wir auf. Das Publikum merkt davon nichts.

Deine letzte Rolle Clemens Markowitz in „Auf der wilden Rita“ ist ein Träumer…
Clemens ist ehemaliger Busfahrer, wollte die Welt sehen, ist aber im Ruhrgebiet geblieben. Als Senior verliebt er sich noch mal in die Protagonistin Mia. Das Stück macht Mut. Es zeigt, dass man auch im Alter noch was probieren kann. Es passt perfekt zu meinem Abschied, weil es ein positives Ende hat.

Auch im Ruhestand wirst du dem Theater treu bleiben. Kannst du nicht loslassen?
Wenn man so einen Beruf hat wie ich, hört man sowieso nie ganz auf. Ich werde meiner Enkelin weiter Geschichten vorlesen. Ich werde weiter Theaterprojekte machen, meine Gruppe leiten und unterrichten. Außerdem bleibe ich als Gastschauspieler dem Mondpalast verbunden und werde hier einmal im Monat auf der Bühne stehen.

Was steht noch auf deiner To-do-Liste?
Endlich habe ich mehr Zeit, um mit meiner Lebenspartnerin zu reisen. Wir waren dieses Jahr auf Island, unfassbar toll. Kanada, Skandinavien und Neuseeland stehen noch an. Außerdem werde ich eine Theater-AG an der Grundschule meiner Enkeltochter aufbauen. Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten macht unfassbar Spaß.

Hast du eine Abschiedsbotschaft an uns?
Unserem Publikum möchte ich sagen: Danke, dass ihr da seid. Bleibt uns treu, bringt neue Leute mit. Ohne euch wäre diese Arbeit sinnlos. Meinen Kollegen danke ich für die Unterstützung, auch in schweren Zeiten wie zum Beispiel Corona. Und unserem jungen Theaterdirektor Marvin Böttcher wünsche ich weiterhin Erfolg auf seinen neuen Wegen, die mir sehr viel Freude machen.

Zur Person: 
Ekkehard „Ekki“ Eumann (*1959 in Oberhausen) begann nach seinem Germanistikstudium als Musiker für mittelalterliche und Renaissance-Musik. Über private Schauspielweiterbildungen kam er zum Theater. Nach Stationen in Dortmund und Duisburg wechselte er 2008 zum Mondpalast-Ensemble in Herne, wo er in den Komödien „Ronaldo & Julia“, „Auf der wilden Rita“ und „Flurwoche“ typische Ruhrgebietscharaktere verkörperte – mit Witz, Tempo und immer voller Sympathie. Parallel unterrichtet er seit 1992 Schauspiel und Theaterpädagogik. Seit 2003 leitet Eumann als Intendant, Autor und Regisseur das Amateurtheater „Die Unwilligen“ in Bochum.

 

Barfuß oder Lackschuh!

Am Dienstag, 9. September, um 20 Uhr wird Harald Juhnke, einer der bekanntesten Showstars des deutschen Fernsehens, auf der Bühne des Mondpalasts wieder lebendig. Unter dem Titel „Barfuß oder Lackschuh“ präsentiert Horst Freckmann seine ganz persönliche Hommage an den Mann im Frack, mit dem der Schauspieler, Sänger und Kabarettist selbst viele Jahre lang befreundet war […]

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Am Dienstag, 9. September, um 20 Uhr wird Harald Juhnke, einer der bekanntesten Showstars des deutschen Fernsehens, auf der Bühne des Mondpalasts wieder lebendig. Unter dem Titel „Barfuß oder Lackschuh“ präsentiert Horst Freckmann seine ganz persönliche Hommage an den Mann im Frack, mit dem der Schauspieler, Sänger und Kabarettist selbst viele Jahre lang befreundet war und dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt. Der Abend – ein geistreicher Cocktail aus Lesung, Sketchen und Musik – eröffnet zugleich den Gastspiel-Herbst im Mondpalast. Der Vorverkauf läuft.

Horst Freckmann verbindet eine besondere Geschichte mit seinem Idol. Schon in der Schulzeit sprachen ihn Mitschüler auf seine Ähnlichkeit zu Harald Juhnke in Gestik und Sprechweise an. Mit 17 Jahren bewarb sich der Bochumer bei der Show „Auf Los geht’s los“ mit Joachim („Blackie“) Fuchsberger und schaffte den Sprung in die Live-Sendung mit 18 Millionen Zuschauern.

Durch diesen Fernsehauftritt lernte er Harald Juhnke persönlich kennen. Es folgte eine jahrelange Freundschaft mit gemeinsamen Auftritten in TV-Shows und bei Live-Veranstaltungen. 1980 gewann Freckmann als Juhnke-Double in der Rudi Carell-Show das Goldene Mikrophon. „Ich hatte die große Freude, nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen Harald Juhnke kennenzulernen“, erzählt Freckmann. „Sein Witz und Charme sorgten für unzählige witzige und spannende Momente. Harald war ein Tausendsassa, der zahlreiche Talente in einer Person vereinte.“

Für die Hommage hat Freckmann seine privaten Fotoalben und Presseordner geöffnet. Das Programm präsentiert Juhnkes bekannteste Hits, Sketche und Moderationen, ergänzt durch persönliche Anekdoten und Erinnerungen. Unterstützt wird Horst Freckmann von Katrin Claßen und Maico Claßen, zwei etablierten Theaterschauspielern. Beide standen bereits erfolgreich für Hape Kerkelings Musical „Kein Pardon“ auf der Bühne und arbeiteten mit Freckmann in der Peter Alexander-Hommage „Servus Peter“ zusammen.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass Horst Freckmann und sein tolles Team unseren Gastspiel-Reigen eröffnet“, sagt Theaterdirektor Marvin Boettcher. „Seine persönliche Verbindung zu Harald Juhnke und seine jahrelange Bühnenerfahrung versprechen einen Abend voller Emotionen und Unterhaltung. Das ist genau die Art von authentischem Theater, die unser Publikum verdient.“

Tickets für den Abend am 9.9. gibt es hier

Das Mondpalast-Publikum feiert den „Ruhrpott-Express“ mit Standing Ovations!

Der Mondpalast von Wanne-Eickel schiebt die Komödie „Ruhrpott-Express“ auf die Gleise! Und wie! Am Freitag, 25. Juli, rollte bereits die dritte Premiere des Jahres in den Mondpalast-Bahnhof ein – mitten ins Sommer-Theater. Stillstand gibt es 2025 an der Wilhelmstraße nicht. „Was diese Komödie so besonders macht, ist die perfekte Mischung aus regionalem Charme und universeller […]

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Der Mondpalast von Wanne-Eickel schiebt die Komödie „Ruhrpott-Express“ auf die Gleise! Und wie! Am Freitag, 25. Juli, rollte bereits die dritte Premiere des Jahres in den Mondpalast-Bahnhof ein – mitten ins Sommer-Theater. Stillstand gibt es 2025 an der Wilhelmstraße nicht. „Was diese Komödie so besonders macht, ist die perfekte Mischung aus regionalem Charme und universeller Komik“, war Theaterdirektor Marvin Boettcher nach der Premiere begeistert. Und das Publikum ebenfalls: Es feierte die Protagonisten mit minutenlanger Standing Ovations.

Mondpalast-Hausautor Sigi Domkes führt dabei vier grundverschiedene Charaktere in einem verspäteten Regionalzug zusammen: den gestressten Start-up-Unternehmer Malte Jung (Luis Volkner), die erschöpfte alleinerziehende Mutter Hanna Zingel (Nadine Karbacher), den reiselustigen Rentner Gregor Kuck (Rainer Besel) und die punkige Aktivistin Caroline Lindemann (Lara Annika Henneberger). Was als normale Bahnfahrt durch das Ruhrgebiet beginnt, entwickelt sich zu einem turbulenten Abenteuer voller Missverständnisse, Vorurteile und unerwarteter Wendungen.

Als der humorvolle Zugbegleiter Ökkes Üczelik (Ahmad Salma) nach einem Streit ohnmächtig wird, sind die vier Fahrgäste plötzlich auf sich gestellt. Dabei entdecken sie, dass sie trotz aller Unterschiede mehr verbindet als trennt. Mit viel Ruhrpott-Charme, überraschenden Charakterentwicklungen und einem Schuss märchenhafter Weisheit zeigt das Stück, wie aus Fremden Verbündete werden können. Eine warmherzige Komödie über Menschlichkeit, Zusammenhalt und die kleinen Wunder des Alltags im öffentlichen Nahverkehr.

„Herausgekommen ist eine ideal leichte Komödie mit Herz, die einen schönen Sommerabend zu einem zweistündigen Urlaub mit Pause machen kann. Das Premierenpublikum sprang auf zu den stehenden Ovationen, und der Applaus wollte schier kein Ende nehmen“, schreibt Jens Dirksen, Chefreporter Kultur der WAZ.

Stefanie Otten-Marré führt erstmals Regie im Mondpalast
Der „Ruhrpott-Express“ ist dabei eine Premiere im doppelten Sinne: Stefanie Otten-Marré ist die erste Frau, die in einer Mondpalast-Komödie Regie führt. Das Besondere am Stück: Es läuft, mit einer kurzen Pause dazwischen, in Echtzeit ab. Es gibt keine Schnitte, keine wechselnden Bühnenbilder. „Ich kenne Sigi Domke seit mehr als 20 Jahren. Wir wollten immer schon mal etwas gemeinsam machen. Nun hat es im Mondpalast endlich geklappt“, erklärt die Regisseurin. Sie verspricht den Gästen dabei weiterhin tolle Abende voller Überraschungen: „Der ‚Ruhrpott-Express‘ bietet alles, was eine gute Komödie braucht – Herz, Humor und authentische Charaktere, die die Gäste sofort ins Herz schließen werden.“

weitere Termine: 1.8., 2.8., 3.8., 8.8., 9.8., 10.8., 15.8., 16.8., 17.8.

Tickets gibt es HIER

Der Mondpalast öffnet seine Türen!

Buntes Programm mit Theaterführungen, Waffelverkauf und Probe des neuen Stücks „Ruhrpott-Express“ am Sonntag, 13. Juli. Vorhang auf: Der Mondpalast Wanne-Eickel öffnet am Sonntag, 13. Juli, seine Türen. Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr führen Theaterdirektor Marvin Boettcher und sein Team die Gäste durch und hinter die Kulissen des Volkstheaters – vorbei an der Bühne und […]

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Buntes Programm mit Theaterführungen, Waffelverkauf und Probe des neuen Stücks „Ruhrpott-Express“ am Sonntag, 13. Juli.

Vorhang auf: Der Mondpalast Wanne-Eickel öffnet am Sonntag, 13. Juli, seine Türen. Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr führen Theaterdirektor Marvin Boettcher und sein Team die Gäste durch und hinter die Kulissen des Volkstheaters – vorbei an der Bühne und der Schauspielergarderobe in den verwinkelten Katakomben des historischen Gebäudes. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit exklusiven Einblicken hinter die Kulissen.

Ein besonderes Highlight bilden Einblicke in die Probe des neuen Stücks „Ruhrpott-Express“, bei der die Schauspieler den Besuchern einen exklusiven Vorgeschmack, auf das Stück, das am 25. Juli seine Premiere feiert, gewähren.

Für die authentische Theaterstimmung sorgt das Mondpalast-Ensemble, das als Walking-Act durch den gesamten Palast wandelt und mit den Gästen in Kontakt tritt. Zudem präsentiert sich der Fanclub des Mondpalasts mit einem eigenen Informationsstand.

Das leibliche Wohl kommt ebenfalls nicht zu kurz: Beim traditionellen Waffelverkauf können sich die Besucher stärken, während das Glücksrad für spannende Überraschungen und kleine Gewinne sorgt. Theaterfreunde haben an diesem Tag zudem die Möglichkeit, sich satte Ticket-Rabatte und Gutscheine zu sichern.

Mondpalast hebt ab: Astronaut nimmt Kurs auf zweite Jahreshälfte

Ob Raumschiff oder Ruhrpott-Express: Im 2. Halbjahr hebt der Mondpalast ab! Claude Nicollier aus der Schweiz, der europaweit einzige Astronaut mit vier Einsätzen im All, greift Anfang Juli nach den Sternen. Wenig später schiebt Theaterdirektor Marvin Boettcher die Komödie „Ruhrpott-Express“ auf die Gleise. Stillstand gibt’s 2025 nicht. „Das Jahr der Experimente hat erfolgreich begonnen“, sagt […]

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Ob Raumschiff oder Ruhrpott-Express: Im 2. Halbjahr hebt der Mondpalast ab! Claude Nicollier aus der Schweiz, der europaweit einzige Astronaut mit vier Einsätzen im All, greift Anfang Juli nach den Sternen. Wenig später schiebt Theaterdirektor Marvin Boettcher die Komödie „Ruhrpott-Express“ auf die Gleise. Stillstand gibt’s 2025 nicht. „Das Jahr der Experimente hat erfolgreich begonnen“, sagt Boettcher über sein „Alles wird anders“-Konzept. „Die ersten sechs Monate unseres ‚Nichts-ist-unmöglich‘-Jahres haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Kurs sind.“

Schon am Freitag, 25. Juli, rollt mit dem „Ruhrpott-Express“ die dritte Premiere des Jahres in den Mondpalast-Bahnhof heran – mitten hinein ins Sommer-Theater. „Was diese Komödie so besonders macht, ist die perfekte Mischung aus regionalem Charme und universeller Komik“, so Boettcher über die neue Produktion. Hausautor Sigi Domke hat wieder eine Geschichte geschaffen, die tief im Ruhrgebiet verwurzelt ist und gleichzeitig zeitlose Themen aufgreift. Wer kann keine Leidensgeschichte über verspätete Züge erzählen? Der „Ruhrpott-Express“ fährt obendrein in die falsche Richtung. Vier gestresste Fahrgäste gehen sich im Abteil gehörig auf die Nerven: Start-up-Unternehmer Malte, die alleinerziehende Mutter Hanna, Rentner Gregor und Aktivistin Caroline. Als Zugbegleiter Ökkes vor Schreck ohnmächtig wird, muss die Zufallsgemeinschaft plötzlich zusammenhalten.

Der „Ruhrpott-Express“ ist eine Premiere im doppelten Sinne: Stefanie Otten-Marré ist die erste Frau, die in einer Mondpalast-Komödie Regie führt. „Der Kontakt nach Wanne-Eickel entstand über gemeinsame künstlerische Verbindungen. Ich freue mich schon sehr darauf, mit meiner Inszenierung neue Impulse zu setzen“, erklärt die Regisseurin. Sie verspricht den Gästen einen Abend voller Überraschungen: „Der ‚Ruhrpott-Express‘ bietet alles, was eine gute Komödie braucht – Herz, Humor und authentische Charaktere, die die Gäste sofort ins Herz schließen werden.“

Neben „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“, der beliebten Fortsetzung der Fußballkomödie „Ronaldo & Julia“, nimmt im Sommertheater der Oldie-Spaß „Auf der Wilden Rita“ Kurs auf den Sonnenuntergang des Lebens. Im Herbst steht Komödie Nummer vier auf dem Spielplan: „Die unendliche Baustelle“ bringt zwei Schwestern und ihre Eisdiele an den Rand des Nervenzusammenbruchs.

Faszination Weltall mit Claude Nicollier
Doch zunächst landet am Mittwoch, 2. Juli, um 19 Uhr Claude Nicollier, der einzige europäische Astronaut, der vier Mal im All war, im Mondpalast. Die Organisatoren Michael Wurst und Christoph Methler haben dieses außergewöhnliche Event konzipiert. „Ein Raumfahrtabend im Theater – das ist einzigartig“, erklärt Michael Wurst. „Wir wollen den Menschen die Faszination des Weltalls näherbringen und haben über persönliche Kontakte Claude Nicollier für diesen besonderen Abend gewinnen können, der seinen Vortrag mit einer Talkrunde und einer Autogrammstunde verbindet.“ Christoph Methler ergänzt: „Die Gäste erwartet ein faszinierender Einblick in die Welt der Raumfahrt, gespickt mit persönlichen Anekdoten und spektakulären Bildern aus dem All. Es gibt nur noch wenige Restkarten für dieses einmalige Erlebnis.“

Bunter Gastspiel-Mix für Junge und Junggebliebene
„Der Raumfahrtabend ist der Raketenstart in ein tolles Gastspiel-Programm bis Ende des Jahres“, kündigt Theaterdirektor Marvin Boettcher an. Ein Wiedersehen gibt es mit Peter Grimberg, der mit Jörg Dräger fragt: „Wer geht mit uns aufs Ganze?“ Der Kabarettist Horst Freckmann hat sich mit zwei Programmen angekündigt: „Barfuß oder Lackschuh“ ist der Titel seiner Hommage an den unvergessenen Entertainer Harald Juhnke, mit „Das Beste von Heinz Erhardt“ verneigt sich der Essener vor einer weiteren Fernsehlegende. Parallel dazu steuert Theaterdirektor Marvin Boettcher aber mit einem modernen Mix aus Musik, Magie, TV-Medizin und Comedy deutlich jüngere Gästewelten an. Bis zum Jahresende geben sich unter anderem Rüdiger Hoffmann, Doc Esser & Band, Gude Leude, Wolfgang Trepper, Pit Hartling und Onkel Fisch im Mondpalast das Mikrophon in die Hand.

Tickets für die Veranstaltungen gibt es hier

Ein Traum wird wahr: Der RevuePalast Ruhr findet neuen Standort im Revierpark Gysenberg

Ein Mann hält Wort: Theaterdirektor Marvin Boettcher übergab am Mittwoch, 4. Juni, um 11 Uhr den Bauantrag für den neuen RevuePalast Ruhr an Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Die symbolische Übergabe fand taggenau an Boettchers 38. Geburtstag im künftigen Domizil des Showtheaters statt – einer Veranstaltungslocation neben der Eishalle des HEV im Revierpark Gysenberg. Nach […]

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Ein Mann hält Wort: Theaterdirektor Marvin Boettcher übergab am Mittwoch, 4. Juni, um 11 Uhr den Bauantrag für den neuen RevuePalast Ruhr an Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Die symbolische Übergabe fand taggenau an Boettchers 38. Geburtstag im künftigen Domizil des Showtheaters statt – einer Veranstaltungslocation neben der Eishalle des HEV im Revierpark Gysenberg. Nach dem Aus in Herten soll bereits Ende 2025 der Vorhang am neuen Standort wieder aufgehen. Dazu hat Boettcher die Immobilie von der Gysenberghallen GmbH gekauft.

Am 26. Januar fiel im RevuePalast Ruhr am alten Standort in Herten der letzte Vorhang. 15 Jahre lang war das Theater in der ehemaligen Heizzentrale der Zeche Ewald erfolgreich. Doch die Eigentümerin, die Motorworld Zeche Ewald Ruhr, hatte andere Pläne mit dem Gebäude. Boettcher versprach noch am Tag der Schließung: „The Show must go on.“ Er suchte im Revier intensiv nach einem neuen Standort – und wurde neben der Eishockey-Arena am Gysenberg fündig.

Multifunktional und barrierefrei
Die neue Spielstätte bietet auf 1.000 Quadratmetern Hallenfläche Platz für eine multifunktionale Nutzung. Hier soll schon bald ein komfortabler Theatersaal entstehen. Ein großzügiges Foyer mit Barbereich und modernen Backstage-Arealen mit mehreren Garderobenräumen komplettiert das Angebot. Bei Eventveranstaltungen kann die Gesamtkapazität auf bis zu 600 Personen erweitert werden. Barrierefreiheit ist in allen Bereichen gewährleistet. Die wichtigsten Umbaumaßnahmen umfassen die Erneuerung der Sanitäreinrichtungen, Elektroleitungen und die Heizungsanlage sowie die Installation moderner Bühnentechnik für erstklassige Shows. Der Innenausbau soll teilweise mit Interieur aus der ehemaligen Location erfolgen. In späteren Bauabschnitten hat Boettcher energetische Maßnahmen wie Solarzellen und eine Wärmepumpe vorgesehen.

Oberbürgermeister begeistert
„Ich freue mich, dass wir Marvin Boettcher mit diesem Standort überzeugen konnten und er mit seinem großartigen Ensemble nach Herne zieht“, zeigt sich Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mehr als zufrieden. „Hier wird für den Revue Palast Ruhr ein viel beachteter Neustart gelingen, da bin ich mir sicher. Für die Herner Bürgerinnen und Bürger ist Marvin Boettcher kein Unbekannter. Seit über zwei Jahren lenkt er als Direktor des Mondpalastes sehr erfolgreich die Geschicke des Volkstheaters. Da ist es nur folgerichtig, dass er nun auch mit dem Revue Palast Ruhr nach Herne kommt. Und damit wird er nicht nur den Gysenberg weiter beleben, das ist ein kultureller Leuchtturm, der weit in die Region strahlt und neue Möglichkeiten für den Ruhrgebietstourismus bietet.“ Zudem böten sich für den Herner Eissportverein durch den Verkauf der „Squash-Halle“ und die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und erfolgreichen Eventveranstalter neue Perspektiven.

Ein Ort mit enormem Potenzial
Der Theaterdirektor und Eigentümer plant mit Umbaukosten in mittlerer sechsstelliger Höhe.. Boettcher hofft, dass die Arbeiten bereits im Sommer beginnen können. Eröffnet werden soll der neue RevuePalast Ende 2025 mit einer Show des beliebten RevuePalast-Ensembles. Neben Altbewährtem soll es viel Neues im Palast geben. Seine Ideen-Schublade für neue Unterhaltungskonzepte sei prall gefüllt, sagt Marvin Boettcher. Auch für private oder geschäftliche Events soll der RevuePalast zur Verfügung stehen. „Heute wird ein Traum wahr“, sagt der 38-jährige Eventmanager. „Nach monatelanger Suche haben wir für den RevuePalast nicht nur ein neues Zuhause gefunden, sondern einen Ort mit enormem Potenzial. Der Gysenberg bietet alles, was wir brauchen: eine zentrale Lage, eine kulturaffine Umgebung und die Möglichkeit, unser Angebot zu erweitern. Ich freue mich darauf, hier gemeinsam mit unseren Partnern eine neue Erfolgsgeschichte zu schreiben.“

Sparkasse: Businessplan hat überzeugt
Positive Signale senden auch Boettchers Partner für das Park-Projekt. Antonio Blanquez, Vorstandsvorsitzender der Herner Sparkasse, stärkt dem jungen Theaterdirektor den Rücken: „Als Herner Sparkasse unterstützen wir gerne Projekte, die unsere Stadt voranbringen und kulturell bereichern. Der RevuePalast Ruhr am Gysenberg ist genau so ein Projekt. Marvin Boettcher hat mit seinem Businessplan überzeugt – sowohl fachlich als auch wirtschaftlich. Die Zahlen stimmen, die Lage ist ideal und die Erfahrung des Teams spricht für sich. Mit dem Mondpalast hat er bereits bewiesen, dass er erfolgreiche Theater führen kann. Der neue Standort am Gysenberg bietet enormes Potenzial: zentrale Lage im Ruhrgebiet, gute Verkehrsanbindung und ein Umfeld, das Kultur und Unterhaltung schätzt. Wir sehen hier nicht nur eine solide Investition, sondern auch einen wichtigen Baustein für die touristische und kulturelle Entwicklung Hernes. Der RevuePalast wird Arbeitsplätze schaffen, Besucher in die Stadt locken und das kulturelle Leben bereichern. Das sind Investitionen in die Zukunft unserer Region, die wir als Sparkasse gerne begleiten.“

Gysenberghallen GmbH: Nachbarschaft schafft Synergien
Auch Rolf Meinhardt, Geschäftsführer der Gysenberghallen GmbH, zeigt sich begeistert: „Wir freuen uns sehr über die Ansiedlung des RevuePalast Ruhr direkt in unserer Nachbarschaft. Das ist ein echter Gewinn für den gesamten Park. Marvin Boettcher bringt nicht nur jahrelange Erfahrung im Eventgeschäft mit, sondern auch ein bewährtes Konzept, das perfekt zu unserem vielfältigen Angebot passt. Die Synergien sind offensichtlich: Während bei uns die Eishockey-Fans jubeln, können nebenan die Gäste des RevuePalasts in die Welt der Show eintauchen. Der Gysenberg wird dadurch zu einem noch attraktiveren Kultur- und Freizeitzentrum für das gesamte Ruhrgebiet. Diese Partnerschaft bedeutet für alle Beteiligten neue Möglichkeiten – vom Eissportverein über die Gastronomiebetriebe bis hin zu unseren Fans.“

Foto:
Bei der Übergabe des Bauantrags für den neuen RevuePalast Ruhr: (von links) Antonio Blanquez (Herner Sparkasse), Marvin Boettcher (Theaterdirektor und Inhaber), Travestiekünstlerin Roxy, der Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Rolf Meinhardt (Gysenberghallen GmbH).
Foto: Thomas Schmidt / Stadt Herne

Das schönste Spielergebnis der Saison: Trikotversteigerung erzielt 2.300 Euro für Palliativarbeit

Im Ruhrgebiet, wo Fußballrivalitäten leidenschaftlich gelebt werden, wurde am 16. Mai ein besonderes Zeichen der Einheit gesetzt. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer versteigerte im Mondpalast von Wanne-Eickel vor der Aufführung der Komödie „Ronaldo & Julia“ drei gerahmte Originaltrikots mit den Unterschriften der Bundesligisten FC Schalke 04, Borussia Dortmund und VfL Bochum 1848. Die Versteigerung brachte […]

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Im Ruhrgebiet, wo Fußballrivalitäten leidenschaftlich gelebt werden, wurde am 16. Mai ein besonderes Zeichen der Einheit gesetzt. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer versteigerte im Mondpalast von Wanne-Eickel vor der Aufführung der Komödie „Ronaldo & Julia“ drei gerahmte Originaltrikots mit den Unterschriften der Bundesligisten FC Schalke 04, Borussia Dortmund und VfL Bochum 1848. Die Versteigerung brachte einen Erlös von insgesamt 2.300 Euro für die Palliativstation im EvK Herne und den Ambulanten Hospizdienst – ein Ergebnis, bei dem es nur Gewinner gab.

Viele Gäste kamen in den Farben ihrer Lieblingsmannschaften ins Theater und erwarteten gespannt den Anpfiff der Versteigerung. Was Fußballliebe im Mondpalast bedeutet, zeigte sich in einer kuriosen Szene: Ein Paar – sie in BVB-Gelb, er im Schalke-Trikot – bot gemeinsam auf das VfL-Trikot. „Das gibt es nur im Mondpalast“, kommentierte Thorsten Kinhöfer diese ungewöhnliche Spielkonstellation. Gemeinsam mit Walter Tschirch, Pfarrer a.D. und Vorsitzender des Beirats des Fördervereins, führte er souverän durch die Auktion.

Am Ende der Versteigerung stand ein beeindruckendes Ergebnis: Das Schalke-Trikot erzielte mit 1.000 Euro den Höchstpreis und ging an Guido Otremba aus Gelsenkirchen: „Ich bin Fan der Blau-Weißen und gebe gern für die gute Sache. Hier weiß ich, dass jeder Euro vor Ort genau da ankommt, wo er gebraucht wird.“ Das BVB-Trikot wechselte für 600 Euro zu Borussia-Fan Ingo Tack. Mit der gleichen Summe sicherte sich Theaterdirektor Marvin Boettcher höchstpersönlich das VfL-Trikot und unterstrich damit eindrucksvoll sein Engagement für die Palliativarbeit in Herne. In der Theaterpause ließ es sich ein unbekannter Gast nicht nehmen, die Summe durch eine spontane Spende um weitere 100 Euro auf 2.300 Euro aufzustocken.

„Diese Versteigerung zeigt, was der Fußball kann – er bringt Menschen für eine wichtige Sache zusammen“, erklärte Thorsten Kinhöfer, Schirmherr des Fördervereins und Initiator der Aktion „Wir sind palliativ“. „Die Palliativversorgung in unserer Stadt ist mir seit langem eine Herzensangelegenheit. Mit jedem Euro helfen wir Menschen, die am Ende ihres Lebensweges stehen, und ihren Angehörigen.“

Marvin Boettcher, der als Theaterdirektor und Inhaber des Mondpalasts den Rahmen für die Veranstaltung bot, betonte nach seinem erfolgreichen Gebot: „Unser Theaterstück ‚Ronaldo & Julia‘ zeigt, dass Liebe stärker sein kann als Vereinsrivalitäten. Heute haben wir bewiesen, dass dies auch im echten Leben möglich ist. Der Mondpalast versteht sich als kulturelles Herz des Reviers – und Herz zeigen wir auch für die schwierigen Momente im Leben.“

Beeindruckt zeigte sich auch Matthias Mühlen, Mitglied der Geschäftsleitung und Direktor Nachhaltigkeit beim VfL Bochum 1848: „Es ist großartig, dass diese Aktion einen Betrag von 2.300 Euro eingebracht hat. Das zeigt einmal mehr, wie das Ruhrgebiet zusammenhält, wenn es um die gute Sache geht. Einen passenderen Rahmen als das Theaterstück ‚Ronaldo und Julia‘ hätte es kaum geben können, um gemeinschaftlich die wertvolle Arbeit der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne und des Ambulanten Hospizdienstes zu unterstützen.“

Der Erlös der Versteigerung fließt direkt in die weitere Ausgestaltung der 2023 von sechs auf zehn Zimmer erweiterten Palliativstation im EvK Herne. Unterstützt wird auch die ehrenamtliche Arbeit der Zeitschenkerinnen und Zeitschenker des Ambulanten Hospizdienstes, die Menschen am Ende ihrer Lebenszeit zuhause, in Heimen oder im Krankenhaus besuchen und begleiten.

Im Namen des Fördervereins Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospizdienst bedankte sich Pfarrer a.D. Walter Tschirch bei allen Beteiligten – besonders bei den drei Bundesligavereinen für die großzügige Spende der signierten Trikots und bei allen Bietern für ihr Engagement. Schirmherr Thorsten Kinhöfer: „Die Aktion ,Wir sind palliativ‘ wird weitergehen. Nur zusammen können wir für schwerstkranke Menschen in unserer Stadt etwas bewegen: gemeinsam für ein Leben bis zuletzt.“

 

„Mondscheintarif“: Ruft er an oder war’s das schon?

Applaus ist der Mondpalast an Premierentagen seit 20 Jahren gewöhnt. Aber was in einer Vollmondnacht am 12. Mai an der Wilhelmstraße geschah, das gab’s so schon lange nicht mehr: Mit Szenenbeifall, Jubelrufen und Standing Ovations feierten die Gäste die Premiere von „Mondscheintarif“, einer romantischen Komödie nach einem Bestseller von Ildiko von Kürthy. Einen „Mondpalast zum […]

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Applaus ist der Mondpalast an Premierentagen seit 20 Jahren gewöhnt. Aber was in einer Vollmondnacht am 12. Mai an der Wilhelmstraße geschah, das gab’s so schon lange nicht mehr: Mit Szenenbeifall, Jubelrufen und Standing Ovations feierten die Gäste die Premiere von „Mondscheintarif“, einer romantischen Komödie nach einem Bestseller von Ildiko von Kürthy. Einen „Mondpalast zum Verlieben“ hatte Theaterdirektor Marvin Boettcher versprochen – und sein Wort gehalten.

Erste Pressestimmen:
„Große Spielfreude. Viele urkomische Momente. Tosender und stehender Applaus im ausverkauften Haus.“
Jennifer Schumacher, WAZ Kultur, Essen

„Marvin Boettcher traut sich was. Herzerwärmende Romantik-Komödie mit einem tollen Ensemble. Großartiger Sänger. Die Chemie im Boettcher-Ensemble stimmt.“
Pit Hermann, HalloHerne

Jeder kennt es: das endlose Grübeln nach einem Date. Wann klingelt das Telefon? Bin ich schön genug? Oder war alles nur ein Strohfeuer? Genau darum geht es in „Mondscheintarif. Die Komödie erzählt die Liebesnöte der chaotischen Cora (Johanna Wagner), die auf der Suche nach ihrem Traummann Daniel (Dominik Brünnig) zwischen Hoffen, Zweifeln und Tobsuchtsanfällen alles durchlebt – und das Publikum mitreißt. Mit Brünnig, Wagner und Melanie Linka als Coras bester Freundin Jo konnte Regisseur Ekki Eumann aus dem Vollen schöpfen und bringt erstmals in der Geschichte des Mondpalasts eine Komödie auf die Bühne, die nicht exklusiv für das Theater geschrieben wurde. Bis in die kleinste Nebenrolle ist „Mondscheintarif“ perfekt besetzt: Silke Volkner als stoische Requisiteurin und Susanne Fernkorn als butterbrotkauende Klofrau sind einfach hinreißend. Hingucker und Hinhörer des Abends ist der Musical-Sänger Reginald Holden Jennings, der nicht nur mit geschickt eingebauten Live-Songs, sondern auch mit seiner sexy Optik beeindruckt.

Erst Liebeslust, dann Wartefrust
Nach einer leidenschaftlichen ersten Nacht mit dem neuen Traummann verwandelt sich die normalerweise selbstbewusste Cora in ein nervöses Wrack. Quälende Stunden vergehen. Sekt, Wein und wilde Theorien fließen. Wenn das Telefon klingelt, ist nur Jo am anderen Ende, Coras Freundin, oder Coras nerviger Ex Sascha. Wie lange hält Cora das noch durch? Diese urkomische und gleichzeitig berührende Liebesgeschichte mit viel Musik ist für alle Menschen mit Dating-Erfahrung, die jemals sehnsüchtig auf einen Anruf gewartet haben.

Witz, Tempo, Herz und viel Musik
Die Idee, den „Mondscheintarif“ im Mondpalast einzuführen, kam von Schauspieler Dominik Brünnig, der auch den attraktiven Dr. Daniel Hofmann spielt, Coras Angebeteten: „Als ich das Buch las, war ich sofort begeistert. Die Geschichte enthält alles, was unser Publikum liebt: Witz, Schnelligkeit, Herz und viel Musik.“ An Brünnigs Seite erobert Johanna Wagner, Gastschauspielerin aus Duisburg, als tolpatschige, gefühlvolle, wütende, liebeshungrige und zauberhaft durchgeknallte Cora Hübsch die große Mondpalast-Bühne. Brünnig selbst gibt nicht nur den flotten Herzensbrecher, sondern auch Coras lispelnd-prolligen Verflossenen. Melanie Linka beweist als des Doktors beste Freundin und als trällernde Pizzeria-Wirtin große Wandlungsfähigkeit.

Musical-Star singt live
Mit der Verpflichtung von Reginald Holden Jennings, bekannt als „Papa“ aus „Starlight Express“ und Teilnehmer bei „The Voice of Germany“, ist Marvin Boettcher ein besonderer Coup gelungen. Mit seiner kraftvollen Stimme und seinem erotischen Look bringt der Profi-Sänger eine völlig neue Dimension ins Stück. Alle Songs singt er live – von „Hot Stuff“ über „Bette Davis‘ Eyes“ bis hin zu „A Groovy Kind of Love“ unterstreichen sie Coras Gefühlswelt und lassen im Parkett süße Erinnerungen an die Neunziger entstehen.

„Mondscheintarif“ nur montags
Das Experiment, den Montag als neuen Spieltag im Mondpalast zu etablieren und mit einer bewährten Boulevardkomödie ein jüngeres Publikum anzusprechen, ist damit am 12. Mai erfolgversprechend gestartet. Bis zum Sommer hat Theaterdirektor Marvin Boettcher zunächst neun Vorstellungen angesetzt. Boettcher, nach dem letzten Vorhang sichtlich erleichtert, blickt voller Zuversicht in die Zukunft: „Wenn die Liebe zum ,Mondscheintarif‘ anhält, wird es mit Sicherheit eine Verlängerung geben.“ 2025 stehen zwei weitere Premieren im Mondpalast an, das Publikum darf gespannt sein.

Weitere Termine: jeweils Montag, 19.5., 26.5., 2.6., 9.6., 23.6., 30.6., 7.7. und 14.7.
Tickets gibt es HIER

In den Farben getrennt, in der Sache vereint: Ex-Schiri Kinhöfer versteigert am 16. Mai Bundesliga-Trikots für Palliativstation

Fußball und Theater verbinden sich am Freitag, 16. Mai, im Mondpalast von Wanne-Eickel für eine gute Sache. Vor der Aufführung der Kult-Komödie „Ronaldo & Julia“ werden Original-Trikots der Revierklubs Borussia Dortmund, VfL Bochum 1848 und FC Schalke 04 mit den Unterschriften der aktuellen Bundesliga-Mannschaften versteigert. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer führt durch die Auktion, deren […]

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Fußball und Theater verbinden sich am Freitag, 16. Mai, im Mondpalast von Wanne-Eickel für eine gute Sache. Vor der Aufführung der Kult-Komödie „Ronaldo & Julia“ werden Original-Trikots der Revierklubs Borussia Dortmund, VfL Bochum 1848 und FC Schalke 04 mit den Unterschriften der aktuellen Bundesliga-Mannschaften versteigert. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer führt durch die Auktion, deren Erlös in voller Höhe dem Förderverein Palliativstation im EvK und Ambulanter Hospizdienst zugute kommt.

„Als Schiedsrichter stand ich jahrelang zwischen den Vereinen – bei dieser Versteigerung ziehen wir alle an einem Strang“, schmunzelt Kinhöfer. „Ich bin gespannt, welches Trikot den höchsten Erlös erzielt. Die Rivalität der Fans darf hier gerne zu einem Bieterwettstreit führen – schließlich profitiert davon am Ende eine wichtige Einrichtung in unserer Region.“

Theaterdirektor Marvin Boettcher nimmt den Ball auf: „Der Mondpalast hat sich seit seiner Eröffnung mit ‚Ronaldo & Julia‘ im Jahr 2004 als das Fußballtheater im Revier etabliert. Bei kaum einem anderen Theaterstück sieht man so viele Zuschauer in Vereinsfarben. Die Trikotversteigerung ist daher ein perfektes Match für unser Haus, besonders am letzten Bundesliga-Wochenende.“

Die Fußball-Theaterkomödie, in der sich – frei nach Shakespeare – eine BVB-Anhängerin in einen Schalke-Fan verliebt, hat seit ihrer Premiere zahlreiche Fußballprominente zu Gastauftritten bewegt, darunter Rudi Assauer, Manni Breuckmann, Neven Subotic und viele andere. Seit der Eröffnung des Komödienhauses im Januar 2004 steht „Ronaldo & Julia“ ununterbrochen auf dem Spielplan und hat sich auf Platz eins der Fußballtheaterkomödien gedribbelt. Die Besucherzahlen zusammengenommen würden laut Mondpalast-Statistik die Stadien in Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen mehrfach füllen.

Beginn der Versteigerung ist um 19.30 Uhr, die Theatervorstellung startet um 20 Uhr. Vertreter der drei Revierklubs werden bei der Benefizaktion anwesend sein.

Tickets sind unter www.mondpalast.com erhältlich.

Mondpalast startet durch in eine Spielzeit ohne Grenzen

Der Mondpalast bricht mit Traditionen: Mit vier Premieren, einem zusätzlichen Spieltag und ohne Sommerpause stellt das beliebte Komödienhaus 2025 alle bisherigen Spielzeiten in den Schatten. Nach „Wanner Eck“ gilt ab 12. Mai bereits der „Mondscheintarif“– nach einem Millionenseller der Autorin Ildiko von Kürthy und mit einem Star aus „Starlight Express“. Die Revolution an der Wilhelmstraße […]

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Der Mondpalast bricht mit Traditionen: Mit vier Premieren, einem zusätzlichen Spieltag und ohne Sommerpause stellt das beliebte Komödienhaus 2025 alle bisherigen Spielzeiten in den Schatten. Nach „Wanner Eck“ gilt ab 12. Mai bereits der „Mondscheintarif“– nach einem Millionenseller der Autorin Ildiko von Kürthy und mit einem Star aus „Starlight Express“.

Die Revolution an der Wilhelmstraße begann mit einer Frage: Warum eigentlich nicht? „Warum nicht ein beliebtes Stück, das es schon gibt, für den Mondpalast anpassen? Warum nicht im Sommer durchspielen? Warum nicht mal den Montag als Spieltag ausprobieren?“ erklärt Theaterdirektor und Eigentümer Marvin Boettcher den Wandel im Mondpalast. Boettcher: „Das Ergebnis ist ein Premierenjahr, wie es der Mondpalast noch nie erlebt hat.“

Erst „Wanner Eck“, dann „Mondscheintarif“
Nach „Wanner Eck“ anlässlich der „Goldhochzeit“ der Städte Wanne-Eickel und Herne im Februar folgt schon im Mai mit „Mondscheintarif“ das zweite Highlight: Erstmals kommt an der Wilhelmstraße ein Stück auf die Bühne, das nicht exklusiv für das Haus geschrieben wurde. Die gleichnamige Romanvorlage aus dem Rowohlt-Verlag verkaufte sich über drei Millionen Mal, startete auch im Kino durch und wurde bereits erfolgreich in verschiedenen Städten inszeniert.

Eine Geschichte mit Humor, Tempo und Herz
Die Anregung, den „Mondscheintarif“ einzuführen, kam von Schauspieler Dominik Brünnig, der auch die männliche Hauptrolle des Dr. Daniel Hoffmann übernimmt: „Als ich das Buch las, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Geschichte hat alles, was das Mondpalast-Publikum liebt: Humor, Tempo und Herz.“ An seiner Seite spielt Johanna Wagner die weibliche Hauptrolle der Cora Hübsch auf der verzweifelten Suche nach dem Traummann. Ewig wartet sie auf seinen Anruf – ein Gefühl, das alle kennen, die mal verliebt waren.

Musical-Star singt live
Mit der Verpflichtung von Reginald Holden Jennings, bekannt als „Papa“ aus „Starlight Express“ und Teilnehmer bei „The Voice of Germany“, ist Marvin Boettcher ein besonderer Coup gelungen. „Mit seiner kraftvollen Stimme bringt Reginald eine ganz neue Dimension ins Stück“, freut sich Regisseur Ekkehard Eumann. „Alle Songs werden live gesungen. Sie legen Coras Gefühlslage offen und treiben auch die Handlung voran.“ Die vierte im Bunde ist Melanie Linka als Coras beste Freundin. Linka meistert gleich mehrere Rollen mit rasanten Kostüm- und Charakterwechseln. „Mondscheintarif“ wird exklusiv montags um 20 Uhr gespielt – ein neuer Termin im Mondpalast-Kalender. Neun Vorstellungen stehen im Programmheft.

Im Sommer wird durchgespielt
Anders als in allen Jahren zuvor wird es 2025 keine Sommerpause, der Mondpalast spielt durch und setzt dabei auf Kultklassiker wie „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“ und den Oldie-Knüller „Auf der Wilden Rita“. Bereits im Juli hält mit „Ruhrpott-Express“ die dritte Premiere Einzug: Das Stück über eine Schicksalsgemeinschaft in einem außer Kontrolle geratenen Regionalzug, geschrieben von Hausautor Sigi Domke, wird von Steffi Otten aus Duisburg inszeniert. Steffi Otten ist damit die erste externe Regisseurin am Mondpalast. Die Besetzung des „Ruhrpott-Express“ besteht komplett aus bekannten und neuen Gastschauspielerinnen und -schauspielern, der Cast wird gerade zusammengestellt.

Herbstpremiere und Gastspiel-Reigen
Den Abschluss des Premierenjahres bildet im Herbst eine Komödie mit dem Arbeitstitel „Die unendliche Geschichte“ über zwei Schwestern und eine Eisdiele, an der Komödienspezialist Sigi Domke gerade in seiner Bochumer Schreibwerkstatt feilt. Abgerundet wird das Mondpalast-Programm durch attraktive Gastspiele, die prominente Künstler nach Wanne-Eickel führen werden. Welche Asse er im Ärmel hat, mag Marvin Boettcher noch nicht verraten: „Wir haben uns bewusst entschlossen, die bisherigen Pfade zu verlassen und in diesem Jahr etwas völlig Neues zu wagen“, verspricht der Theaterdirektor. „Ich bin gespannt auf die Erfahrungen, die wir damit machen werden. Aber eines ist jetzt schon klar: 2025 wird das spannendste Jahr in der Geschichte des Mondpalasts!“

Vorhang zu für „Ganz in Weiß“!

Noch drei Mal Hochzeit, dann ist Schluss: Der Mondpalast verabschiedet die Erfolgskomödie ab Freitag, 11. April Diese Hochzeitsglocken läuten zum letzten Mal: Genau zwei Jahre nach der Premiere nimmt der Mondpalast Abschied von seiner Erfolgskomödie „Ganz in Weiß“. Am Freitag (11. April, 20 Uhr), Samstag (12. April, 20 Uhr) und Sonntag (13. April, 17 Uhr) […]

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Noch drei Mal Hochzeit, dann ist Schluss: Der Mondpalast verabschiedet die Erfolgskomödie ab Freitag, 11. April

Diese Hochzeitsglocken läuten zum letzten Mal: Genau zwei Jahre nach der Premiere nimmt der Mondpalast Abschied von seiner Erfolgskomödie „Ganz in Weiß“. Am Freitag (11. April, 20 Uhr), Samstag (12. April, 20 Uhr) und Sonntag (13. April, 17 Uhr) haben Theaterfreunde letztmalig die Chance, diese urkomische Hochzeit mit Hindernissen mitzuerleben. Was sich das Brautpaar und die Brauteltern wünschen, könnte unterschiedlicher nicht sein.

Seit April 2023 sorgte die Geschichte um Leonie und Leo und ihre so grundverschiedenen Eltern für volle Häuser. Die bodenständigen Handwerker auf der einen und die intellektuellen Alt-68er auf der anderen Seite – das Aufeinanderprallen dieser Schwiegereltern bot besten Komödienstoff. Die Frage, ob und wie am Ende überhaupt geheiratet wird, beantworten die Mondpalast-Stars mit viel Witz und Tempo.

„Ein Freudenfest der guten Unterhaltung! Jeden Besuch wert“, schwärmten die Medien zur Premiere. „Nach zwei Jahren und vielen ausverkauften Vorstellungen ist es nun Zeit, Platz für Neues zu machen, denn wir haben 2025 viel vor“, erklärt Theaterdirektor Marvin Boettcher. „Mit einer Träne im Knopfloch sagen wir Adieu zu einer herrlichen Komödie von Sigi Domke, die unsere Erwartungen übertroffen hat und von den Gästen geliebt wurde.“

Hier noch schnell die letzten Tickets buchen!

Gastspielfrühling im Mondpalast: Doppelt buchen, riesig sparen

Der Mondpalast von Wanne-Eickel präsentiert sich frühlingsfrisch: Im März und April stehen mit dem Rock’nRoll-Musical „ErdbeerBrause“ und der Sketch-Revue „Erhardt und Alexander“ zwei vergnügliche Produktionen auf dem Programm, die perfekt harmonieren. Im Gastspielfrühling gilt ein attraktives Kombi-Angebot: Wer Tickets für beide Vorstellungen bucht, erhält auf die Karten für das zweite Gastspiel 50 Prozent Rabatt! Am […]

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Der Mondpalast von Wanne-Eickel präsentiert sich frühlingsfrisch: Im März und April stehen mit dem Rock’nRoll-Musical „ErdbeerBrause“ und der Sketch-Revue „Erhardt und Alexander“ zwei vergnügliche Produktionen auf dem Programm, die perfekt harmonieren. Im Gastspielfrühling gilt ein attraktives Kombi-Angebot: Wer Tickets für beide Vorstellungen bucht, erhält auf die Karten für das zweite Gastspiel 50 Prozent Rabatt!

Am Mittwoch, 26. März, entführt das Wirtschaftswunder-Musical „ErdbeerBrause“ die Zuschauer in einen Club der 1950er Jahre, in dem es um Liebe, Freundschaft und den Kampf ums Überleben geht. Am Dienstag, 8. April, folgt mit „Erhardt und Alexander“ eine humorvolle Hommage an zwei der größten Entertainer des deutschsprachigen Raums, dargeboten von Peter Grimberg und dem aus „Wetten, dass“ bekannten Horst Freckmann.

Als besonderes Highlight hat der Mondpalast für die Gastspiele ein attraktives Kombi-Angebot geschnürt: Wer Tickets für beide Vorstellungen bucht, erhält auf die Karten für das zweite Gastspiel 50 Prozent Rabatt. „Der Frühling im Mondpalast wird bunt, vielfältig und unterhaltsam“, verspricht Theaterdirektor Marvin Boettcher. „Unsere Gastspiel-Kombi aus Musical und Kabarett bietet wir Spaß und Unterhaltung für jeden Geschmack und Geldbeutel“.

Tickets gibt’s unter www.mondpalast.com oder am Tickettelefon unter 02325/588999.

Liebeserklärung an den „Pott“: Mondpalast eröffnet Spielzeit 2025 mit dem „Ruhrical“

Das ganze Ruhrgebiet in einem Musical – dieses Kunststück schafft das „Ruhrical“, eine musikalische Liebeserklärung an das Land und die Menschen zwischen Dortmund und Duisburg. Unter dem Motto „Das fängt Ja(hr) gut an“ eröffnet das „Ruhrical“ am Freitag, 3. Januar, und am Samstag, 4. Januar, als Gastspiel die neue Spielzeit im Mondpalast. Der Vorverkauf hat […]

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Das ganze Ruhrgebiet in einem Musical – dieses Kunststück schafft das „Ruhrical“, eine musikalische Liebeserklärung an das Land und die Menschen zwischen Dortmund und Duisburg. Unter dem Motto „Das fängt Ja(hr) gut an“ eröffnet das „Ruhrical“ am Freitag, 3. Januar, und am Samstag, 4. Januar, als Gastspiel die neue Spielzeit im Mondpalast. Der Vorverkauf hat begonnen.

Tickets gibt’s hier!

„Wir haben schon lange davon geträumt, einmal im Mondpalast auftreten zu dürfen“, sagt „Ruhrical“-Geschäftsführer Michael Kloßek. Im Januar 2025 ist es endlich so weit: Mit seiner vergnüglichen Mischung aus Pop und Rock, Musical und Schlager rückt das „Ruhrical“ die Menschen im Ruhrgebiet in den Mittelpunkt. Zu hören gibt’s Welthits und Evergreens, die jeder kennt – Mitsingen ist ausdrücklich gestattet. „Die Nahbarkeit, die Leidenschaft und dieser ganz besondere Ruhrpott-Humor – das zeichnet uns aus“, sagt Kloßek. Die Mischung komme gut an. Mehr als 100.000 Gäste im gesamten Ruhrgebiet und in Berlin ließen sich bereits von der Revier-Hommage begeistern.

„Jeder brennt für seine Stadt“
Das „Ruhrical“ nimmt die Gäste mit auf eine unterhaltsame Reise zu den ewigen Sehnsuchtsorten des Ruhrgebiets: die Cranger Kirmes, den Schrebergarten, die Kneipe an der Ecke. Realistische Animationen und originalgetreue Requisiten, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Dortmund und dem Trainingsbergwerk Recklinghausen, machen die stolze Ära des Bergbaus hautnah erlebbar. Eine Hauptrolle spielt natürlich auch der Revierfußball, insbesondere das Jahr 1997, als Schalke und der BvB Pokale in den Pott holten und der VfL Bochum im UEFA-Pokal mitspielte. Eigens eingesprochene Kommentare der Reporterlegenden Werner Hansch und Manni Breuckmann lassen die Atmosphäre von München und Mailand im Mondpalast noch einmal lebendig werden. Exklusiv für das Musical nahm auch VfL-Stadionsprecher Michael Wurst die Hymne „Ruhrpott, mein Ruhrgebiet“ auf. Er sagt: „Unsere Gesichter und Stimmen zeigen, wofür das Ruhrgebiet gemeinschaftlich steht. Jeder brennt für seine Stadt und steht zugleich voll hinter dem großen Ganzen.“

Mondpalast und „Ruhrical“: Auf einer Wellenlänge
Mit den Gastspielen des „Ruhrical“ setzt Theaterdirektor Marvin Boettcher die Öffnung des Mondpalasts für neue Formate und Inhalte fort. „Ich wähle sehr genau aus, wer auf unsere Bühne darf“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber des Komödienhauses. Ob Fußball, Kumpel oder die Liebe zur Region – das Musical und der Mondpalast haben vieles gemeinsam. „Da musste ich nicht lange überlegen“, so Boettcher. Die Theatermacher Michael Klossek (links) und Marvin Boettcher (rechts) sind auf einer Wellenlänge: „Das ,Ruhrical‘ feiert den besonderen Zusammenhalt und die unerschütterliche Verbundenheit der Menschen mit ihrem Ruhrgebiet. Die Produktion steht für Spaß, Freude und gute Laune. Außerdem ist das Musical perfekt für einen Besuch mit der ganzen Familie oder guten Freunden. Das passt!“

 

800 Euro für die Herner Tafel!

Marvin Boettcher, Inhaber des Mondpalastes von Wanne-Eickel und des RevuePalasts Ruhr in Herten, überreichte gemeinsam mit Andreas Zigann, Leiter des „Tatort-Dinner“ eine Spende in Höhe von 800 Euro an die Herner Tafel. Die Summe kam im Rahmen eines besonderen Gastspiels des „Tatort-Dinner“ im RevuePalast auf Zeche Ewald zusammen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde das Geld […]

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Marvin Boettcher, Inhaber des Mondpalastes von Wanne-Eickel und des RevuePalasts Ruhr in Herten, überreichte gemeinsam mit Andreas Zigann, Leiter des „Tatort-Dinner“ eine Spende in Höhe von 800 Euro an die Herner Tafel. Die Summe kam im Rahmen eines besonderen Gastspiels des „Tatort-Dinner“ im RevuePalast auf Zeche Ewald zusammen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde das Geld gesammelt. Die Spende soll dazu beitragen, bedürftige Menschen in der Region mit Lebensmitteln zu unterstützen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Tatort-Dinner nicht nur ein großartiges Showerlebnis war, sondern auch dazu beigetragen hat, etwas Gutes für die Gemeinschaft zu tun“, sagt Andreas Zigann. „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen auf Hilfe angewiesen sind, ist es uns ein Herzensanliegen, die Herner Tafel zu unterstützen“, unterstreicht auch Marvin Boettcher.

Die Herner Tafel versorgt regelmäßig Menschen in schwierigen Lebenslagen mit Lebensmitteln und grundlegenden Bedarfsartikeln. Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie durch Spenden aus der Region werden wöchentlich über 800 Bedürftige erreicht. Neben der Lebensmittelverteilung unterstützt die Tafel auch mit sozialen Projekten und Beratungsangeboten, um Menschen in Not zu helfen.

„Diese Spende bedeutet für uns mehr als nur finanzielle Unterstützung“, betont Torsten Biermann, stellvertretender Vorsitzender der Herner Tafel. „Es zeigt, dass lokale Institutionen wie der Mondpalast und der RevuePalast ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Jeder Euro hilft uns, noch mehr Menschen in Herne zu erreichen und zu unterstützen.“

Bildzeile: Spendenübergabe an die Herner Tafel: Marvin Boettcher (links Inhaber Mond- und Revuepalast) und Andreas Zigann (rechts, Gesellschafter Tatort Dinner) übergaben die Spende an Torsten Biermann (Mitte, Stellvertretender Vorsitzender Herner Tafel).
Foto: Mondpalast

Neue Komödie „Rolle rückwärts“ macht Lust auf Zukunft!

Früher war alles besser! Es gab Schnee im Winter, nur Sonne im Sommer und am Weihnachtsbaum mehr Lametta. Diese Erinnerungen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben, haben den Mondpalast zu einer neuen Komödie inspiriert: Der Spaß „Rolle rückwärts – Früher war (doch) nicht alles besser“ frei nach einem Manuskript von Sigi Domke und […]

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Früher war alles besser! Es gab Schnee im Winter, nur Sonne im Sommer und am Weihnachtsbaum mehr Lametta. Diese Erinnerungen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben, haben den Mondpalast zu einer neuen Komödie inspiriert: Der Spaß „Rolle rückwärts – Früher war (doch) nicht alles besser“ frei nach einem Manuskript von Sigi Domke und unter der Regie von Martin Zaik nimmt die um sich greifende Realitätsflucht im Lande mit viel Witz und Humor gehörig auf die Schippe. Am Mittwoch, 9. Oktober, um 20 Uhr ist Premiere.

Brücken bröckeln, die Wirtschaft stagniert, und der wichtigsten Autobahn vor der Haustür droht der Verkehrsinfarkt: Die täglichen Nachrichten lassen nicht nur Helge Heck (Ekki Eumann) verzweifeln. Der gestresste Spediteur aus Wanne-Eickel flüchtet lieber in Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“, die doch so viel besser war. Ausgerechnet Töchterchen Maja (Melanie Linka) zeigt Verständnis für den Papa. Kein Wunder, widmet sich die junge Schöne bereits im Studium am liebsten ihrer „Work-Life-Balance“. Unterstützung erhält Helge außerdem von Olli Paslak (Heiko Büscher). Der langjährige Nachbar hat ein Auge auf Maja geworfen und zugleich eine ausgeprägte Schwäche für die Blumenkinder der 1970er Jahre. Dagegen geht Helges „Rolle rückwärts“ seiner resoluten Ehefrau Uschi (Astrid Breidbach) gehörig gegen den Strich. Sie hält tapfer dagegen: „Früher war doch nicht alles besser!“ In weiteren Rollen sind Susanne Fernkorn als Uschis Freundin und Axel Schönnenberg als Stahlarbeiter-Opa zu sehen. Sein Debüt im Mondpalast gibt als Freund von Töchterchen Maja der Wanne-Eickeler Schauspieler Dominik Cerne, der bereits als Praktikant Bühnenluft an der Wilhelmstraße geschnuppert hat.

Dem Zeitgeist mit Humor zu Leibe rücken
„Unsere neue Komödie enthält eine ordentliche Spur Zeitgeist, dem wir auf humorvolle Weise zu Leibe rücken“, sagt Theaterdirektor Marvin Boettcher. Je mehr Sorgen Menschen haben, desto eher neigen sie dazu, die Vergangenheit nostalgisch zu verklären. „Anstatt die Augen vor dieser Entwicklung zu verschließen, wollen wir ihr ins Gesicht lachen und Lust auf Zukunft machen,“ so der Inhaber des Mondpalasts. Die Entscheidung, dem Mondpalast-Gründungsschauspieler Martin Zaik erstmals die alleinige Regie der neuen Herbstkomödie anzutragen, markiere zudem einen neuen Abschnitt im künstlerischen Schaffen des Hauses. Marvin Boettcher: „20 Jahre hat Martin davon geträumt, Regisseur im Mondpalast zu sein. Endlich konnte ich ihm diesen Wunsch erfüllen.“

Auf die Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Zaik freut sich auch Mondpalast-Hausautor Sigi Domke: „Ich war bereits mit der Umsetzung von ,Glück aus‘ sehr zufrieden, die Martin Zaik zusammen mit Thomas Rech auf die Bühne gebracht hat. Nun bin ich zuversichtlich, dass er seine künstlerische Handschrift auch in die neue Komödie einbringen wird.“ Wie in allen anderen Komödien aus seiner Feder werde auch in „Rolle rückwärts“ wieder ein aktuelles Thema verhandelt und auf den Mikrokosmos einer Ruhrgebietsfamilie heruntergebrochen, mit der sich die Gäste identifizieren können. Besonders gereizt habe ihn diesmal die humorvolle Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansichten über Erwerbsarbeit. Helge Heck, der Unternehmer, arbeite nicht körperlich, aber unter großem psychischem Druck am Rande eines Burn-outs. Uschis Vater, ein alter Stahlarbeiter, fantasiere sich im Gespräch mit Kollegen die damaligen Arbeitsbedingungen am Hochofen schön.

Ehefrau Uschi möchte im Unternehmen gern mehr Verantwortung übernehmen, werde aber von ihrem Ehemann Helge ständig unterforderert. Und Studentin Maja vertrete mit ihrer Forderung nach einer besseren Work-Life-Balance eine neue Arbeitnehmergeneration, für die Freizeit wichtiger sei als der Job. Er habe großes Verständnis für Menschen, die sich in schwierigen Zeiten in die Vergangenheit flüchten, um die Gegenwart besser ertragen zu können, so Sigi Domke: „Fest steht aber: Der Gegenwart können wir nicht entfliehen. Wir können uns aber entscheiden, ihr mit Heiterkeit und Gelassenheit zu begegnen – am besten an einem Abend im Mondpalast.“

Auf Hochtouren arbeitet zur Zeit auch Regisseur Martin Zaik mit dem Mondpalast-Ensemble. Am Mittwoch, 9. Oktober, ist Premiere. Man probt aktuell in einer Wanne-Eickeler Kirche, am Bühnenbild wird noch gefeilt, die Kostüme werden ausgewählt. „Das Ensemble steht volle Möhre hinter der neuen Komödie. Die Stimmung bei den Proben ist sehr, sehr gut“, sagt Martin Zaik, der dem Mondpalast seit seiner Gründung vor mehr als 20 Jahren als Schauspieler angehört und bei „Rolle rückwärts“ erstmals Regie führt. Was ihn in diesen anstrengenden Tagen besonders beeindruckt, sind die „Super-Ideen“, die die Schauspieler bei dem Proben einbringen. „Inszenierung ist Teamarbeit“, sagt Zaik. Als Botschaft der neuen Komödie zitiert er den Titel eines Fassbinder-Films: „Angst essen Seele auf“. Jeder Burn-out und jeder Zusammenbruch passiere, weil ein Mensch Angst habe, den Herausforderungen der Gegenwart nicht gewachsen zu sein. Gegen diese Angst helfe Zuversicht nach dem Motto „Es ist noch immer gut gegangen“. Martin Zaik: „Wir zeigen, wie eine Familie für sich eine hervorragende Lösung finden kann, die Gegenwart zu meistern und trotzdem den Spaß an der Vergangenheit zu behalten.“

ZU DEN TICKETS FÜR ROLLE RÜCKWÄRTS

Auf los geht’s los! Stadionsprecher der Revier-Vereine begrüßen die neue Spielzeit mit Ruhrpott-Hymne

Einen besseren Ort als den Mondpalast hätte sich der Männerchor, angeführt von VfL Bochum-Stadionsprecher Michael Wurst und dirigiert von Ex-FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, wohl kaum aussuchen können. Seit 20 Jahren feiern die Gäste hier die Kickerkomödie „Ronaldo & Julia“. Der Spaß, von Hausautor Sigi Domke frei nach Shakespeare zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund angesiedelt, ist […]

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Einen besseren Ort als den Mondpalast hätte sich der Männerchor, angeführt von VfL Bochum-Stadionsprecher Michael Wurst und dirigiert von Ex-FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, wohl kaum aussuchen können. Seit 20 Jahren feiern die Gäste hier die Kickerkomödie „Ronaldo & Julia“. Der Spaß, von Hausautor Sigi Domke frei nach Shakespeare zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund angesiedelt, ist mittlerweile erfolgreichste Fußballbühnenkomödie im deutschsprachigen Raum.

Die Zahl ihrer Gäste, die am liebsten im Trikot, mit Schal oder Kappe in den Mondpalast kommen, könnte die Schalke-Arena und den Signal-Iduna-Park gleich mehrfach bis auf den letzten Platz füllen. Marvin Boettcher, Theaterdirektor des Mondpalasts: „Für die Menschen in der Region ist klar: Wir sind das Ruhrgebiet. Ob Komödie oder Musical: Diese mitreißende Kraft ist im Mondpalast genauso zu spüren wie auf der Bühne des RUHRICAL. Wir denken deshalb: Es ist an der Zeit, selbstbewusst Flagge für unsere Herzensregion zu zeigen. Nach dem Motto: Gemeinsam geht das, pack‘ mit an.“

Ein Revier-Original ist auch die Hymne „Ruhrpott, mein Ruhrgebiet“. Sie stammt aus dem Musical „DAS RUHRICAL – Das Ruhrgebietsmusical“, seit 2019 eine leidenschaftliche Hommage an die Region. Gesungen wird sie von VfL-Stadionsprecher Michael Wurst. Er sagt: „Als Gesichter und Stimmen unserer Vereine zeigen wir heute, für was das Ruhrgebiet gemeinschaftlich steht. Jeder Stadionsprecher für sich brennt für seinen Klub und steht zugleich voll hinter dem großen Ganzen – dem Ruhrgebiet.“

Der Impuls für die Gemeinschaftsaktion kam von Bernd Böhne und Michael Kloßek, den Machern des „RUHRICAL“: „Spieler, Trainer, Funktionäre kommen und gehen. Der Stadionsprecher ist die Konstante, die Stimme, das Gesicht seines Vereins – oft seit Jahrzehnten. Er sorgt für die einmalige und berühmte Stimmung in unseren Revierstadien. Der Stadionsprecher ist der Zeremonienmeister des Heimspieltags, der Ort, an dem alle zusammenkommen, alle gleich sind und es nur ein Ziel gibt, das für jeden zählt. Deshalb treffen wir uns heute hier. Diese hoffentlich nicht einmalige Aktion zeigt, was schon immer im Ruhrgebiet steckte: die Menschen mit ihrer besonderen, offenen und ehrlichen Art, ihr Gemeinschaftssinn, ihre innovative Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden, und ihre Nahbarkeit mit der klaren, direkten und unnachahmlichen Sprache.“

Bildzeile:
Mannschaftsfoto in Vorfreude auf die jeweilige neue Spielzeit!

Obere Reihe von Links: Walter Ruege (Rot Weiß Essen), Dirk Oberschulte-Beckmann (FC Schalke 04), Stefan Leiwen (MSV Duisburg), Claudia Stern (Ruhrical), Thorsten Kinhöfer, (langjähriger FIFA-Schiedsrichter) sowie Silke Volkner und Heiko Büscher (Mondpalast).
Untere Reihe von links: Norbert Dickel (Borussia Dortmund), Marvin Boettcher (Theaterleitung Mondpalast), Michael Kloßek (Leitung Ruhrical), Michael Wurst (VfL Bochum), Bernd Böhne (Leitung Ruhrical), Peter Frangen (SG Wattenscheid 09) und Christian Wolf (Rot Weiß Oberhausen).
Bildnachweis: Mondpalast/Ruhrical

Die Theater-Familie trägt Trauer: Der Wanne-Eickeler Unternehmer und Mondpalast-Freund Gerd Pieper verstarb im Alter von 80 Jahren

Der Wanne-Eickeler Unternehmer Gerd Pieper ist tot. Er starb am Dienstag, 2. Juli, im Alter von 80 Jahren. Mit ihm hat Deutschlands großes Volkstheater einen seiner engsten und liebsten Freunde verloren. Schon vor der Eröffnung im Jahr 2004 stand Gerd Pieper dem Mondpalast engagiert zur Seite. Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann: „Gerd Pieper war ein großartiger Mensch […]

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Der Wanne-Eickeler Unternehmer Gerd Pieper ist tot. Er starb am Dienstag, 2. Juli, im Alter von 80 Jahren. Mit ihm hat Deutschlands großes Volkstheater einen seiner engsten und liebsten Freunde verloren. Schon vor der Eröffnung im Jahr 2004 stand Gerd Pieper dem Mondpalast engagiert zur Seite. Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann: „Gerd Pieper war ein großartiger Mensch und mir ein enger Freund, dem das Wohl Wanne-Eickels und der Menschen in dieser Stadt am Herzen lag.“

Wann immer es Gerd Pieper und seiner Ehefrau Gabriele möglich war, nahmen sie an den Premieren unserer Komödien teil und freuten sich über den Erfolg. Unser Foto zeigt das Ehepaar bei seinem letzten Besuch im Mondpalast anlässlich des 20-jährigen Bestehens im Januar 2024.

Wie wohl sich Gerd Pieper bei uns an der Wilhelmstraße fühlte, zeigte sich 2008: Anlässlich seines 65. Geburtstages überraschte Gabriele Pieper ihren Mann mit einem sehr persönlichen und zugleich humorvollen Geschenk: einer eigens für den Jubilar inszenierten Komödie „Gerd Pieper geht im Park spazieren und trifft einen Engel“. Die Festgesellschaft war hingerissen.

Als das Theaterschiff während der Corona-Pandemie in schwere See geriet, unterstützte Gerd Pieper spontan das Haus mit einer beachtlichen Summe aus seinem Privatvermögen. Da flossen nicht nur bei Christian Stratmann Tränen.

Die Übergabe seines Lieblingstheaters durch Prinzipal Christian Stratmann an den neuen Theaterdirektor und Inhaber Marvin Boettcher im Mai 2023 begrüßte Gerd Pieper sehr und bestärkte den jungen Theatermacher in seiner Entscheidung. Als langjähriger Chef der größten inhabergeführten Parfümerie-Kette Deutschlands wusste er aus eigener Erfahrung, wie wichtig der Generationenwechsel und eine gelungene Nachfolge für den Fortbestand eines Unternehmens ist.

Auch wenn die gesundheitlichen Herausforderungen Gerd Piepers seit langem bekannt waren, kam die Nachricht von seinem Tod für alle überraschend. Am Freitagvormittag ließ Theaterdirektor Marvin Boettcher zu Ehren Gerd Piepers die Theaterfahnen auf Halbmast setzen. Die Mondpalast-Familie verneigt sich in dankbarer Erinnerung vor einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und einem großen Wanne-Eickeler.

1:0 für Ingrid Kühne: Mondpalast feiert Gastauftritt von TV-Kabarettistin in „Ronaldo & Julia“

1:0 für Ingrid Kühne! Die bekannte TV-Kabarettistin eroberte am 18. Juni mit ihrem Gastauftritt in der Kultkomödie „Ronaldo & Julia“ die Herzen der Gäste im Sturm. Auch das Ensemble bereitete der Künstlerin im ausverkauften Mondpalast ein so herzliches Willkommen, dass sich Ingrid Kühne sofort wie zuhause fühlte. „Es war einfach FA-BEL-HAFT“, strahlte die fußballbegeisterte Comedienne […]

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1:0 für Ingrid Kühne! Die bekannte TV-Kabarettistin eroberte am 18. Juni mit ihrem Gastauftritt in der Kultkomödie „Ronaldo & Julia“ die Herzen der Gäste im Sturm. Auch das Ensemble bereitete der Künstlerin im ausverkauften Mondpalast ein so herzliches Willkommen, dass sich Ingrid Kühne sofort wie zuhause fühlte. „Es war einfach FA-BEL-HAFT“, strahlte die fußballbegeisterte Comedienne nach dem Schlussapplaus: „Das war mein erster, aber bestimmt nicht mein letzter Besuch in diesem schönen Theater.“ Theaterdirektor Marvin Boettcher hatte für den Stargast ein besonderes Dankeschön vorbereitet: Er legte Ingrid Kühne den Original-Mondpalast-Fansschal um, verbunden mit einer Spende an die Ingrid-Kühne-Stiftung für Kinder in Not. Boettcher: „Der Abend mit Ingrid Kühne war einfach wunderbar – wie eine gelungene Premiere.“

Trotz ihrer großen Bühnenerfahrung mit Solo-Auftritten kribbelte bei Ingrid Kühne ein wenig Lampenfieber, denn in einer richtigen Komödie hatte sie schon lange nicht mehr auf der Bühne gestanden. Das Kribbeln legte sich schon bei der Probe mit dem eingespielten Ronaldo & Julia-Cast des Mondpalasts, der Ingrid Kühne freudig in seiner Mitte aufnahm. Vor der Vorstellung war dann sogar noch Zeit, um in der urigen Mondpalast-Garderobe gemeinsam einen Blick auf die EM-Begegnung Türkei – Georgien zu werfen.

Als sich der Vorhang öffnete, mussten die Gäste nicht lange auf Ingrid Kühne warten. Schon beim ersten Auftritt gab’s Riesenapplaus – allen voran die Ingrid Kühne-Fans, die in großer Zahl in den Mondpalast gepilgert waren, um ihre Lieblingskünsterin einmal anders zu erleben. Regisseur Thomas Rech hatte ihr eine passende Rolle in der ersten „Halbzeit“ der Komödie auf den Leib geschrieben, die die Kabarettistin mit Schwung, Humor und einer guten Portion Selbstironie ausfüllte. Ingrid Kühne, seit Jahren eingefleischter Schalke-Fan, platzte überraschend in die Schalker Fußballkneipe hinein – ausgerechnet mit der Frage: Habt Ihr ein Borussia-Trikot für mich? Sie habe einen Auftritt in der Dortmunder Nordstadt und wolle dort ein Exempel statuieren: „Ich will dat anziehen und vormachen, dat man dann vor lauter Juckreiz nich mehr vor den Ball treten kann.“ Die Schalker schlagen ihr vor, sich in der Borussen-Kneipe nebenan nach einem Trikot zu erkundigen. Wenig später kehrt sie zu den Schalke-Fans zurück – ziemlich zerzaust: „Die haben aber auch nich für 10 Pfennig Humor, die Lüdenscheider.“ An der heftigen Reaktion der Borussen sei sie selbst schuld, da sie ihnen den Trikot-Gag verraten hatte, erklärt Fußball-Opa Lorenz: „Weiße wat, Ingrid. Vielleicht bisse ja witzig, aber schlau …“ Da fällt ihm Ingrid ins Wort: „Sachet nich, Lorenz. Ich weiß schon: Schlau bin ich nich.“

Sitz mit Witz: Superfan Liane Kirchner entwirft Themenhussen für Mondpalast-Polster

Der Mondpalast von Wanne-Eickel hat viele Fans, aber die wenigsten greifen für ihr Lieblingstheater zu Nadel und Faden – so wie Liane Kirchner aus Bochum-Werne. Seit 20 Jahren ist die Inhaberin der Polsterei Alex in Bochum-Werne Stammgast an der Wilhelmstraße. Bei ihren Besuchen stachen der heute 38-Jährigen jedoch die zunehmend verschlissenen Polster im Theatersaal ins […]

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Der Mondpalast von Wanne-Eickel hat viele Fans, aber die wenigsten greifen für ihr Lieblingstheater zu Nadel und Faden – so wie Liane Kirchner aus Bochum-Werne. Seit 20 Jahren ist die Inhaberin der Polsterei Alex in Bochum-Werne Stammgast an der Wilhelmstraße. Bei ihren Besuchen stachen der heute 38-Jährigen jedoch die zunehmend verschlissenen Polster im Theatersaal ins Auge. „Solche Polster sind eines so schönen Theaters nicht würdig“, befand Kirchner und bot Theaterdirektor Marvin Boettcher Abhilfe an. Der griff dankbar zu: „Eine tolle Idee!“

In Abstimmung mit dem Theaterbüro entwickelte Liane Kirchner rote Kunstleder-Hussen für die ersten der vor Urzeiten mit braunem Cord bezogenen Sitze. Weitere Überzüge greifen die Themen der Kult-Komödien auf – von „Ronaldo & Julia“ bis „Waschtag“. Ein Hausfrauenkittel und ein Domina-Kostüm mit Peitsche weisen auf die „Flurwoche“ hin, ein Stück orangefarbener Rüschenflitter auf „Frohet Fest“. Mittlerweile sind 23 verschiedene Designs über die insgesamt fast 500 Sitze verteilt – und die Gäste amüsieren sich köstlich.

Im Mondpalast fühlt sich die Raumausstattermeisterin, die neben ihrem Beruf Germanistik studiert, nun wieder rundum wohl: „Gäste werden hier immer wie Freunde begrüßt und behandelt – das ist einzigartig.“ Sie ist ein Mondpalast-Fan der allerersten Stunde: Weihnachten 2003 – lange vor der Eröffnung – hielt sie bereits die ersten Ticketgutscheine für die Fußballkomödie „Ronaldo & Julia“ in Händen. Nach dem Besuch des Liebesderbys war es um sie geschehen. Die „Flurwoche“ hat Liane Kirchner mittlerweile mehr als 20 Mal gesehen, alle anderen Komödien mindestens zwei Mal. Stets ist sie „die erste, die am Ende aufsteht und klatscht“. Wenn das Ensemble den Superfan in der ersten Reihe erspäht, zwinkern ihr die Schauspieler zu.

Kein Wunder, dass die Theaterfreundin ihre Lieben am liebsten mit Ticketgutscheinen beschenkt und wichtige Geburtstage gerne im Palast feiert. Für sie ist das Theater an der Wilhelmstraße „ein unverzichtbares Stück Kultur im Ruhrgebiet, das unbedingt erhalten bleiben muss. Ohne den Mondpalast wäre Herne unattraktiv und trist“. Dass sich hinter dem Gagfeuerwerk der Komödien immer auch eine Prise Gesellschaftskritik verbirgt, macht ihr besonders Spaß: „Der Mondpalast zeigt Stücke aus unserem Leben. Da sehen wir das wahre Ruhrgebiet.“

Kürzlich stieß Lianes Leidenschaft für die Bühne jedoch an ihre Grenzen. Sie nahm zum ersten Mal selbst an einem Schauspiel-Workshop im Mondpalast teil. Auch wenn die tatkräftige Handwerkerin ihre anfängliche Aufregung überwinden konnte, so erscheint eine Wiederholung wohl ausgeschlossen. Liane Kirchner: „Schauspielerei ist nicht nur ein Handwerk, sondern Kunst. Ich müsste lange Lehrling sein, um auch nur annähernd dieses Handwerk so zu beherrschen wie das Mondpalast-Ensemble. Allerdings würde mir dann immer noch das Künstlerische zum Meisterstück fehlen. So widme ich mich lieber weiter der Polsterei, kümmere mich um meine bevorstehende Promotion in Germanistik und genieße die Kunst auf der Bühne von meinem Stammplatz aus. Dieser ist allerdings noch nicht bezogen…“

Erhardt und Alexander: Steck dir deine Sorgen an den Hut!

Steck‘ dir deine Sorgen an den Hut: Zwei unvergessene Erzkomödianten gastieren im Mondpalast. Mit der kabarettistischen Hommage „Erhardt und Alexander“ ehren der Sänger und Entertainer Peter Grimberg und der Komödiant Horst Freckmann am Montag, 24. Juni, in Deutschlands großem Volkstheater zwei legendäre Entertainer, die im Nachkriegsdeutschland wie keine anderen für gute Laune sorgten. Damit öffnet Theaterdirektor […]

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Steck‘ dir deine Sorgen an den Hut: Zwei unvergessene Erzkomödianten gastieren im Mondpalast. Mit der kabarettistischen Hommage „Erhardt und Alexander“ ehren der Sänger und Entertainer Peter Grimberg und der Komödiant Horst Freckmann am Montag, 24. Juni, in Deutschlands großem Volkstheater zwei legendäre Entertainer, die im Nachkriegsdeutschland wie keine anderen für gute Laune sorgten. Damit öffnet Theaterdirektor Marvin Boettcher sein Haus an Wochentagen erstmals für ausgewählte Gastspiele – eine echte Neuerung im Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen von Deutschlands großem Volkstheater.

Tickets gibt’s hier.

Für den gebürtigen Ober-Österreicher Peter Grimberg, der in Wanne-Eickel aufwuchs, geht mit einem Auftritt im Mondpalast ein Traum in Erfüllung. Der bekannte Sänger und Parodist erweckt seit vielen Jahren Peter Alexander, eines seiner großen Vorbilder, auf der Bühne zu neuem Leben. Grimbergs Stimmlage trifft den Ton des österreichischen Show-Giganten, der im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, so gut wie kaum ein anderer Künstler im deutschsprachigen Raum. Grimberg schrieb auch das Drehbuch zu „Erhardt und Alexander“, einer Hommage aus Sketchen, Liedern, Witzen und Gedichten, für die ihm das Branchenblatt „KM – Künstler-Magazin“ den Preis „Beste Komödie 2023“ verlieh. In der Rolle des Heinz Erhardt dabei ist der Komödiant Horst Freckmann aus Bochum, der seit mehr als 25 Jahren mit Grimberg zusammenarbeitet. Bundesweit bekannt wurde Freckmann im November 2023 bei der letzten Sendung von „Wetten, dass“, bei der er als Wettkandidat mit einer spektakulären „Hühnerwette“ das TV-Publikum verblüffte.

Gemeinsam erinnern sie liebevoll an die Superstars der Wirtschaftswunderzeit, die ganz Deutschland einst Tränen lachen ließen. Peter Alexander – das war der elegante Entertainer und Schauspieler mit Wiener Charme und schier grenzenlosemTalent. Jeder kennt Filmklassiker wie das „Weiße Rössl“ oder „Charleys Tante“, dazu seine zahllosen Hits wie „Delilah“, „Feierabend“ oder „Der letzte Walzer“. Alexanders Samstagabendshows waren legendär, Weltstars gaben sich die Klinke in die Hand. Mit seinem komödiantischen Talent, wenn er Hans Moser oder die englische Königsfamilie parodierte, sucht er bis heute seinesgleichen.

Heinz Erhardt dagegen gab auf der Bühne und vor der Kamera den rundlichen Tausendsassa – ein unverwechselbarer Komiker, Schauspieler, Sänger und Kabarettist. Jenseits der Bühne schrieb Erhardt Gedichte, die ihren festen Platz im kollektiven Sprachgedächtnis gefunden haben. Wer erinnert nicht die Made mit dem Kinde hinter eines Baumes Rinde, den Sturz des Ritters Fips in voller Rüstung oder die etwas anrüchigen Verse vom „Blähboy“? Unter dem Motto „Noch ’n Gedicht“ oder „Was bin ich heute wieder für ein Schelm“, begeisterte er Generationen und stand in seinen Filmen („Was ist denn bloß mit Willi los?“) stellvertretend für den typischen deutschen Mann in Zeiten des Wirtschaftswunders: nett, etwas verpeilt und schüchtern.

Zwei vergnügliche Stunden lang machen „Erhardt und Alexander“ die Bühne unsicher – mit Sketchen, Gedichten und Liedern der 1960er und 1970er Jahre, die bei älteren Semestern schöne Erinnerungen an die eigenen Jugendjahre wecken. Da zählt keiner mehr seine Sorgen, man huldigt lieber dem „Feierabend“ oder verteilt „mille mille baci“. Weißt du noch? Es wird viel geklatscht, mitgesungen, geschunkelt, sogar mitgetanzt. Bei der Zugabe steht der ganze Saal. Mehr Ablenkung vom Alltag geht nicht – das war damals wichtig und heute noch mehr.

Mehr Informationen:

Erhardt und Alexander
Eine kabarettistische Liebeserklärung mit Peter Grimberg und Horst Freckmann
Montag, 24. Juni 2024, 20 Uhr
Kartentelefon: 02325 – 588 999 (mo-fr 10-19 Uhr, sa 10-14 Uhr)

Keine Leiche ohne Lily: Fidele Horst sucht den Mörder im Mondpalast

Mit der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily!“ unter der Regie von Tobias Weichert geht der Theaterverein Fidele Horst nach Ostern im Mondpalast auf Mörderjagd. Premiere ist am Freitag, 5. April, um 19 Uhr. Sieben Vorstellungen stehen auf dem Programm. Der Einlass beginnt eine Stunde vor den Aufführungsbeginn. Die Aufführung am Freitag, 12. April, wird von […]

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Mit der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily!“ unter der Regie von Tobias Weichert geht der Theaterverein Fidele Horst nach Ostern im Mondpalast auf Mörderjagd. Premiere ist am Freitag, 5. April, um 19 Uhr. Sieben Vorstellungen stehen auf dem Programm. Der Einlass beginnt eine Stunde vor den Aufführungsbeginn. Die Aufführung am Freitag, 12. April, wird von zwei Gebärdensprachdolmetschern begleitet und eignet sich somit auch für gehörlose und hörgeschädigte Menschen.

Wanne-Eickel 1968 – Mord im Peckelsen-Hochhaus! Der allnächtliche Rundgang im Büro der Firma Malotki und Sohn endet für Reinigungskraft Lily Pieper, als sie die Leiche ihres ermordeten Chefs findet. Doch als die alarmierte Polizei erscheint, ist die Leiche plötzlich weg! Darüber ist Hauptkommissar Josef Gronkowski alles andere als erfreut, denn der wurde trotz seiner starken Grippe aus dem Bett geklingelt.

Nur wo ist die Leiche hin? Wer trachtete nach dem Leben von Wilhelm Malotki? Fragen über Fragen beschäftigen nicht nur Gronkowski, sondern auch Lily, die auf eigene Faust die Ermittlungen aufnimmt und sich ungefragt zu seiner „Assistentin“ ernennt. Aber kaum stellen sich die ersten Erfolge ein, geschieht etwas Unerwartetes…

Vorstellungen im Mondpalast von Wanne-Eickel:
Freitag, 05. April 2024, 19 Uhr
Samstag, 06. April 2024, 19 Uhr
Sonntag, 07. April 2024, 17 Uhr
Mittwoch, 10. April 2024, 19 Uhr
Freitag, 12. April 2024, 19 Uhr
Samstag, 13. April 2024, 19 Uhr
Sonntag, 14. April 2024, 17 Uhr

Der Ticketvorverkauf hat bereits begonnen.

Telefonische Reservierung unter ☎️ 02325-3776315
Bürozeiten: montags 17-19 Uhr, mittwochs 18-20 Uhr, freitags 17-19 Uhr

Online-Reservierung hier: www.theater-fidele-horst.de/tickets/

Personen und ihre Darsteller*innen

Lily Pieper                        Yasmin Pabst

Horst Overberg                  Klaus-Dieter Twiehoff

Hans Unterholzner             Dominik Rerich

Josef Gronkowski               Sebastian Krug

Karin Malotki                      Isa Hübner

Edith Schnarre                   Annette Holz

Karl Westerode                  René Lehringer

Viktoria Becker                   Melina Weichert

Wilhelm Malotki                  Jürgen Felderhoff

Hinter der Bühne:

Regie                                  Tobias Weichert

Regieassistenz                    Yvonne Silberbach

Souffleusen                         Angela Peter, Manu Kempin

Bühne/Technik                    Dennis Bruce Fabri, Daniel Grundmann, Jens Kempin

Requisite/Ausstattung          Barbara Sommer, Doris Twiehoff, Carina Töpfer

Maske                                Sabine Weichert, Carina Töpfer, Isa Hübner, Yvonne Silberbach

Kostüme                            Annette Holz

Mondpalast und Fidele Horst einigen sich auf Theaternutzung zu Ostern

Palastfrieden in Deutschlands großem Volkstheater: Der Mondpalast von Wanne-Eickel wird auch in Zukunft zwei Wochen nach Ostern dem Amateurtheater Fidele Horst e.V. als Spielstätte zur Verfügung stehen. Im Gegenzug kann das Komödienhaus ab 2024 erstmals seit 20 Jahren den beliebten Ostermontag für eigene Vorstellungen nutzen. Bisher hatte Fidele Horst den Feiertag für den Aufbau seines Bühnenbildes beansprucht. […]

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Palastfrieden in Deutschlands großem Volkstheater: Der Mondpalast von Wanne-Eickel wird auch in Zukunft zwei Wochen nach Ostern dem Amateurtheater Fidele Horst e.V. als Spielstätte zur Verfügung stehen. Im Gegenzug kann das Komödienhaus ab 2024 erstmals seit 20 Jahren den beliebten Ostermontag für eigene Vorstellungen nutzen. Bisher hatte Fidele Horst den Feiertag für den Aufbau seines Bühnenbildes beansprucht.

Auf diesen Kompromiss einigte sich jetzt Theaterdirektor Marvin Boettcher mit den Fidele Horst-Vorständen Olaf und Tobias Weichert. „Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam eine Lösung entwickelt haben, die beide Parteien zufriedenstellt“, so Marvin Boettcher nach den Gesprächen. Auch die Vorsitzenden des Theatervereins, Olaf und Tobias Weichert, äußerten sich zufrieden: „Die Gespräche mit dem neuen Eigentümer des Mondpalasts waren sehr konstruktiv. Wir sind froh, dass Marvin Boettcher um unseren Stellenwert weiß und es weiterhin ermöglicht, dass wir in unserer ,Heimat‘ spielen können.“

„Das Wunder von Wanne-Eickel“: Mondpalast feiert 20. Geburtstag

An einem Mittwoch im Januar 2004 blickte Uli Wickert in den ARD-Tagesthemen live nach Wanne-Eickel. Dort eröffne Christian Stratmann mit „Ronaldo & Julia“, einer Fußballkomödie frei nach Shakespeare, gerade den Mondpalast, das erste und einzige Volktheater im Ruhrgebiet, verriet der Moderator. Damit begann am 28. Januar 2004 eine Erfolgsgeschichte, mit der damals wohl nur wenige […]

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An einem Mittwoch im Januar 2004 blickte Uli Wickert in den ARD-Tagesthemen live nach Wanne-Eickel. Dort eröffne Christian Stratmann mit „Ronaldo & Julia“, einer Fußballkomödie frei nach Shakespeare, gerade den Mondpalast, das erste und einzige Volktheater im Ruhrgebiet, verriet der Moderator. Damit begann am 28. Januar 2004 eine Erfolgsgeschichte, mit der damals wohl nur wenige rechneten. In diesem Jahr – 3.705 Tage, 25 Premieren und fast 1,3 Millionen Gäste später – feiert der Mondpalast seinen 20. Geburtstag. Unter seinem neuen Direktor und Eigentümer Marvin Boettcher, aber genauso kreativ, heiter, gefühlvoll und abenteuerlustig wie am ersten Abend.

Das schreiben die Medien:
„Das Wunder von Wanne-Eickel“ (WAZ Kultur)
„Längst Kult.“ (Recklinghäuser Zeitung, Kultur)
„Das ist unser Abend.“ (WAZ Herne)
„Voll ins Schwarze getroffen.“ (Wochenblatt Herne)
„Herz-Theater. Alle hier auf der Bühne sind zum Liebhaben.“ (WAZ Herne)
„Eine deutschlandweit wohl einmalige Erfolgsgeschichte.“ (HalloHerne)

Am Jubiläumsabend (27. Januar 2024) prangte der Mond von Wanne-Eickel in hellem Schein am wolkenlosen Himmel über Deutschlands großem und seit Wochen ausverkauften Volkstheater. Im Inneren erstrahlte eine leuchtende Zwanzig. Vor der Fotobox am golden verhängten Eingang drängelten sich die Gäste, manche sogar in Fußball-Kluft, und überall herrschte allerbeste Laune. Selten wurde über ein Grußwort von OB Dr. Frank Dudda so herzlich gelacht wie an diesem Abend. Dieser richtete sich an Dr. Dagmar Goch, die im Publikum saß und vor über 20 Jahren – damals als Kulturdezernentin in Herne – Christian Stratmann den betagten Saalbau als Standort für sein Volkstheater schmackhaft gemacht hatte: „Du hast [Christian Stratmann] gar nicht erzählt, dass es hier überall reinzieht, dass die Leitungen gar nicht so in Bestform sind und dass man auf dieser Bühne eigentlich unmöglich 20 Jahre stehen kann. Aber irgendwie hat dat Dingen gehalten“, zitiert die WAZ Herne den ersten Bürger der Stadt.

Kein Platz für Rassismus
Auf der Bühne gab es große Gefühle: Theaterdirektor Marvin Boettcher ehrte einen zu Tränen gerührten Prinzipal Christian Stratmann, ohne den es den Mondpalast von Wanne-Eickel nie gegeben hätte, mit einem goldenen Bühnenbild von „Ronaldo & Julia“. Die Schauspieler Silke Volkner, Axel Schönnenberg und Martin Zaik, Ensemblemitglieder der ersten Stunde, freuten sich wie Bolle über eine Ehrenurkunde. Auf der Bühne verbeugte sich die große Theaterfamilie vor den Gästen. Und zum Abschluss gab es ein klares Bekenntnis gegen Rechts. Theaterdirektor Marvin Boettcher: „Auf, vor und hinter der Bühne arbeiten Menschen vieler Nationen. Unser Mondpalast ist bunt. Kultur braucht Vielfalt.“

Feuertaufe auf Zeche Zollverein
Bereits am zweiten Januarwochenende 2024 ließ der Mondpalast seine Muskeln spielen: Zusammen mit seinem charmanten Bruder, dem RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten, stemmte der Mondpalast insgesamt acht Vorstellungen. Am Samstag und Sonntag konnten Fans den Mondpalast gleich doppelt sehen: Der Hochzeitsspaß „Ganz in Weiß!?“ wurde im Theater gezeigt, das Herzensderby „Ronaldo & Julia“ zur gleichen Zeit in Halle 12 auf Zeche Zollverein in Essen. Marvin Boettcher, seit Mai 2023 alleinverantwortlicher Eigentümer der beiden Paläste: „Wir haben an einem Wochenende 3.000 Gäste perfekt unterhalten. Überall gab es Standing Ovations. Die beiden Mondpalast-Ensembles haben ihre Feuertaufe bestanden. Das gab’s bisher noch nie!“

Wanne-Eickel – die richtige Standortentscheidung
Wer hätte einen solchen Erfolg im Januar 2004 für möglich gehalten? An die Unkenrufe („Ein Theater in Wanne-Eickel – das kann nicht funktionieren!“) kann sich Prinzipal Christian Stratmann noch gut erinnern. „Meine Entscheidung, Wanne-Eickel als Standort zu wählen und das Haus ohne Subventionen als Privattheater zu führen, war genau die richtige,“ sagt der 72-jährige heute über sein Lebenswerk. Der erfahrene Kulturmacher und leidenschaftliche Gastgeber entwickelte das Konzept, gewann Unterstützer, führte das Haus als Privattheater durch größte Erfolge und gab seiner Theaterfamilie auch in dunkler Zeit Zuversicht, als im Corona-Lockdown alle Lichter ausgehen mussten.

Modernes Gästemanagement
Von Anfang an setzte Stratmann auf moderne Möglichkeiten des Gästemanagements: Er arbeitete mit Marketingexperten der Fachhochschule Gelsenkirchen zusammen, führte Gästebefragungen durch und ließ die Ergebnisse in einer Datenbank auswerten, um sie für weitere Planungen zu nutzen: „Wir waren unserer Zeit immer weit voraus“, sagt Stratmann heute. Es zeigte sich, dass die Komödien von Hausautor Sigi Domke unter der Regie von Gründungsintendant Thomas Rech Menschen in den Mondpalast führten, die sonst kein klassisches Theater besuchen. Sie bejubelten zehn festangestellte Schauspielerinnen und Schauspieler, von denen viele seit Jahren im Mondpalast auf der Bühne stehen. Mit Silke Volkner, Susi Fernkorn, Axel Schönnenberg, Heiko Büscher und Martin Zaik profilierten sich nicht nur echte Publikumslieblinge, sondern auch die ersten Volksschauspielerinnen und -schauspieler des Ruhrgebiets.

Kann man auch lachen?
Gefürchtet war bei den Proben für neue Komödien Stratmanns Frage: „Kann man auch lachen?“ Amüsement und Humor waren ihm stets sehr wichtig. Genauso wichtig aber war ihm „Unterhaltung mit Haltung“. Alle Komödien verhandeln – ohne jeden Zeigefinger – aktuelle ethische und moralische Fragen: zum Beispiel in „Ronaldo & Julia“ den Hass gegnerischer Fußballfans, in „Auf der Wilden Rita“ Liebe und Leidenschaft im Alter, in der „Flurwoche“ die Vorurteile gegenüber Menschen mit Einwanderungshintergrund, im „Waschtag“ die Wegwerfgesellschaft und in „Glück aus“ Eheprobleme im Ruhestand.

Prinzipal, Berater, Gästeversteher
Seit nunmehr 20 Jahren steht der Mondpalast von Wanne-Eickel auf seine Weise für „modernes Volkstheater“. Die Corona-Lockdowns jedoch hatten Christian Stratmann viel Kraft gekostet. Er wünschte sich „Freiheit ohne Verantwortung“, wie er in einem Interview bekannte. In dem Theatermanager Marvin Boettcher (37) aus Herne, der bereits während seines Studiums erste Kontakte zu Stratmanns Palastkosmos knüpfte, fand der Essener im Mai 2023 einen Nachfolger, bleibt den Häusern als Prinzipal in beratender Funktion und als „Gästeversteher“ am Einlass erhalten.

Eine neue Generation der Theatermacher
Marvin Boettcher steht für die neue, junge Generation der Theatermacher. Die aktuellen Komödien „Ganz in Weiß!?“ und „Glück aus“ fanden bereits unter seiner Federführung statt. Boettcher verpflichtete einen neuen Bühnenbildner, gab grünes Licht für neue Impulse bei der Inszenierung und den Einsatz von Videosequenzen. Das kam gut an – bei den Gästen und den Medien. Die Auslastung des Hauses in den ersten Monaten des Jubiläumsjahres gibt Boettcher Recht. Nicht nur die Newcomer sind bis ins Frühjahr hinein gut gebucht, auch die Kultklassiker von „Ronaldo & Julia“ bis „Auf der Wilden Rita“ erfreuen sich regen Gäste-Interesses. In Zukunft will Marvin Boettcher den Mondpalast im Ruhrgebiet noch präsenter machen. Er setzt auf einen gezielten Marketingmix aus digitalen Instrumenten wie z.B. Newsletter oder Social Media mit persönlicher Ansprache bei lokalen Events wie Lecker in Eickel, wewole Adventsmarkt und Cranger Kirmes, ergänzt durch Messeauftritte in Essen und Dortmund.

Erst überrascht, dann begeistert: Neue Komödie „Glück aus“ holt Premierengäste von den Sitzen!

Und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Selten hat ein Satz so gut zu einer Mondpalast-Komödie gepasst wie bei der Premiere von „Glück aus – Wenn die Liebe hinfällt“ am 22. November. Der Autor Sigi Domke und die beiden Regisseure Thomas Rech und Martin Zaik servierten den staunenden Gästen frisches, modernes Volkstheater. […]

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Und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Selten hat ein Satz so gut zu einer Mondpalast-Komödie gepasst wie bei der Premiere von „Glück aus – Wenn die Liebe hinfällt“ am 22. November. Der Autor Sigi Domke und die beiden Regisseure Thomas Rech und Martin Zaik servierten den staunenden Gästen frisches, modernes Volkstheater. Der vergnügliche Cocktail – neues Bühnenbild, Video-Einspieler, eine reduzierte Besetzung und ein durchaus gewagter Schluss – mundete dem Publikum vorzüglich: „Selten so gelacht!“ lauteten die ersten Kommentare der Premierengäste. Schon jetzt machen Domkes hinreißende „Glück aus“-Pointen und -Sprüche die Runde in der Mondpalast-Community.

Ursprünglich habe er die Premiere ja absagen wollen, scherzte Mondpalast-Theaterdirektor Marvin Boettcher bei der Begrüßung im vollbesetzten Mondpalast. Die Generalprobe und die Vorpremiere seien reibungslos gelaufen. Schon bei der Vorpremiere habe es stehende Ovationen gegeben. „Wir Theaterleute sind abergläubisch. Eine Generalprobe muss schiefgehen, damit bei der Premiere alles klappt.“ Den Aberglauben legte Boettcher jedoch nur zu gerne ab, und so kamen die Gäste in den Genuss eines besonderen Abends.

Die Ausgangssituation ist nur allzu bekannt: In der Ehe von Vera und Karl-Heinz Winter kracht es nach 30 Jahren gewaltig: Der Gatte, ein Bundesbahn-Beamter im Vorruhestand, legt daheim am liebsten die Füße hoch. Sie, als Versicherungsvertreterin weiterhin berufstätig, ist von seiner ständigen Anwesenheit nur noch genervt. Zu lange hat man das Problem ausgesessen, jetzt ist Schluss. Mit Silke Volkner als attraktive, scharfzüngige Vera und Martin Zaik als Karl-Heinz, bequem, wortkarg und stur, stehen zwei Vollblut-Volksschauspieler aus dem Ruhrgebiet in den Hauptrollen auf der Bühne – eine Idealbesetzung. „Dieses Ehepaar hat es sich in ihrem Alltag irgendwie eingerichtet zwischen Routine, ständigen Sticheleien und Streitigkeiten“, sagt Sigi Domke über seine Protagonisten, die beide seit den Anfangstagen am Mondpalast engagiert sind. Mit liebevollem Humor und treffsicheren Gags porträtiert er sie in in ihrem Beziehungslabyrinth, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Besonders berührend sind die leisen und zarten Momente zwischen den beiden Ehepartnern, die es trotz aller Wut aufeinander nicht fassen können, wie groß die Kluft zwischen ihnen geworden ist.

Als Karl-Heinz in Pension geht, ist das Paar aus dem Trott gekommen. Da hilft es auch nicht, dass der lange Lulatsch Theo (Axel Schönnenberg), Karl-Heinz‘ langjähriger Freund, bei jeder Gelegenheit von seiner beispielhaft harmonischen Ehe mit Dörte schwärmt. Auch Conny (Astrid Breidbach), Veras beste Freundin, ist als Dauer-Single mit Kurzzeit-Affären wenig hilfreich. Die Szene, in der Schönnenberg als Theo seinem Freund Karl-Heinz bei der Auswahl eines Dates im Internet beraten soll, ist einfach unfassbar komisch. Astrid Breidbach beweist als Conny ihr großes Gespür für Timing und setzt die Pointen so messerscharf, dass die Gäste ihre wahre Freude daran haben.

Als Töchterchen Lisa (frisch und jugendlich: Melanie Linka) ihren neuen, attraktiven Liebhaber Dennis (ein Hingucker: Dominik Brünnig) präsentiert, führt Vera dies die eigene partnerschaftliche Tristesse besonders deutlich vor Augen. Als sie in Karl-Heinz‘ Liebllingssessel einschläft, erscheint Dennis ihr in einem erotischen Traum, – eingespielt auf einem riesigen Bildschirm am Bühnenrand.

Die Streitigkeiten zwischen den Ehepartnern eskalieren, da stößt Karl-Heinz im Internet auf den Paartherapeuten Dr. Markus-Maria Pohl (Heiko Büscher) mit eigenem Podcast und höchst sonderbaren Behandlungsmethoden. Diese Rolle zwischen Yoga-Baum und Gender-Akuratesse, zwischen Männer- und Frauenkleidern, zwischen Geschäfts- und Wahnsinn ist dem Publikumsliebling auf den Leib geschrieben, und er meistert sie auf seine unnachahmliche Weise. Pohls Versuch, mit dem Smartphone einen Podcast als Werbung aufzunehmen, scheitert so grandios, dass im Parkett Lachtränen fließen. Auch dabei kommt der Bildschirm zum Einsatz – genial gemacht.

Die Paartherapie bei Dr. Pohl funktioniert nicht. Bereits nach der ersten Sitzung trennt sich das Ehepaar – und muss sich „im besten Alter“ urplötzlich zurechtfinden zwischen Therapie-Couch und Handy-Flirt. Dass Tochter und Freunde die Trennung der beiden geradezu überschwänglich begrüßen, stößt den Eheleuten sauer auf. Damit haben sie nun gar nicht gerechnet.

Vera testet trotzdem ihren Marktwert und verabredet sich übers Internet auf ein Date mit Ansgar Schalloch (in papageiengelb und hinreißend schmierig: Axel Schönnenberg). Karl-Heinz versucht sein Glück bei der jungen Jasmin Trost (hübsch langhaarig, langbeinig und flatterhaft: Astrid Breidbach). Die Winters sind früher wieder zuhause als erwartet und registrieren erstaunt, dass auf dem Dating-Markt nicht alles Gold ist, was glänzt. Man kommt sich wieder näher. Wird es ein Happy End geben?

Das neue Bühnenbild des Mülheimers Marcel Stränger gibt der Komödie den passenden Rahmen. Nach Matthias Handrick und Arke Zeiß gibt er mit „Glück auf“ sein Debüt in Deutschlands großem Volkstheater – und was für eins! Mit Hilfe einer Drehbühne und sorgsam ausgewählten Versatzstücken lässt Stränger immer neue Räume entstehen, in denen sich die Schauspieler bewegen: das Wohnzimmer, die Stammkneipe, die Disko, die Praxis des Therapeuten. Für einige Augenblicke bleibt die schwarze Bühne des Mondpalasts sogar komplett leer: Das ist der Moment, in dem Vera und Karl-Heinz allein am Bühnenrand stehen und sich ängstlich umschauen. Die Trennung ist vollzogen, um sie herum wird es düster, kalt und einsam. Ist es wirklich das, was sie wollen?