Wählen Sie Ihr Theater

„…und dann ist der Mondpalast weg – für immer“

In einem Offenen Brief hat sich Thomas Rech, Gründungsintendant des Volkstheaters Mondpalast, an den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, die NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, den Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und die Medien gewandt.

Darin kritisiert Rech u.a., „dass unsere Arbeit so ohne jeden Nachhall bleibt, dass der Fortbestand des Mondpalastes den Entscheidern in unserem Lande vollkommen gleichgültig zu sein scheint. Wir sind doch der Strukturwandel, wir sind doch systemrelevant.“

In der Corona-Zwangspause machte der Mondpalast durch YouTube-Aktionen und eine Teilöffnung von sich reden, erfuhr aber keinerlei Unterstützung, obwohl die Bühne laut einer Umfrage nach der Cranger Kirmes der größte Werbeträger für die Stadt ist. Mittlerweile befürchtet der bekannte Schauspieler und Regisseur, 65, das Schlimmste für das privatfinanzierte einzige Volkstheater des Ruhrgebiets: „Wir versuchen alles. Niemand hier gibt auf, ob uns nun jemand hilft oder eben auch nicht. Es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist. Aber wenn es zu Ende ist, dann ist der Mondpalast weg – für immer.“

 

OFFENER BRIEF DES
MONDPALAST-INTENDANTEN
THOMAS RECH

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet,
sehr geehrte Frau Ministerin Pfeiffer-Poensgen,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Dudda,
sehr geehrte Medienschaffende und alle, die sich angesprochen fühlen,

mein Name ist Thomas Rech, ich bin der Intendant des Mondpalastes von Wanne-Eickel, und ich bin entsetzt, verletzt, enttäuscht und auch zornig. Sprachlos bin ich allerdings nicht.

Bevor ich darüber spreche, was mir auf der Seele brennt, sei eines vorneweg gesagt: Unser Land hat sich in dieser Krise bisher großartig geschlagen. Mindestens drei Viertel der Bevölkerung verhalten sich vernünftig und solidarisch. Auch unsere Politiker haben eine gute Figur gemacht und weitgehend klug und uneitel reagiert.

Weiter will ich noch sagen, dass dieses kein Bittstellerbrief ist. Ich fordere auch nichts ein. Ich will lediglich etwas loswerden. Nun denn also:

Vor 16 Jahren hat Christian Stratmann den Mondpalast ins Leben gerufen und mittlerweile mehr als eine Million Theatergäste in das nach wie vor einzige Volkstheater des Ruhrgebiets nach Wanne-Eickel geführt. Mit 500 Plätzen sind wir übrigens das größte Theater dieser Art in Deutschland. Christian Stratmann ist eben ein Visionär. Wer sonst hätte diesen Erfolg wohl vorhergesehen oder gar erwartet?

Ich stand unserem Prinzipal von Anfang an als Gründungsintendant zur Seite. In meiner Verantwortung lag es, gemeinsam mit unserem Hausautor Sigi Domke, der die Komödien exklusiv für unseren Mondpalast schreibt, einen wiedererkennbaren Ton und eine verantwortungsvolle Handschrift für den Mondpalast zu finden. Das ist gelungen, denn wir lieben das Ruhrgebiet, nehmen es ernst, unterschätzen unser Publikum nicht, unterhalten es niemals unter unserem Niveau. In jedem Stück treten wir offensiv für die zentralen Werte unserer Gesellschaft ein, weil wir nicht erst seit gestern sehen, wie ungemein wichtig und nötig das ist.

Der Mondpalast ist ein in der privaten Theaterszene Deutschlands wohl einmalig sozialer Arbeitgeber. Wir haben ein festes Ensemble mit zehn Schauspielern. Sie werden im Sommer nicht entlassen, sondern das ganze Jahr über angemessen entlohnt. Sie haben ordentliche Arbeitsverträge, mit allem, was daraus folgt.

Und das alles ohne jede Subvention. Im Gegenteil: Der Mondpalast zählt sicher nicht zu den kleinsten Gewerbesteuerzahlern dieser Stadt.

Wer glaubt, unsere Gäste kommen nur aus Herne oder gar Wanne-Eickel, der irrt. Sie kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet und auch darüber hinaus. Nach einer Untersuchung ist der Mondpalast nach der Cranger Kirmes sogar der größte Werbeträger für Herne.

Für all das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Christian Stratmann mit Herzblut gearbeitet. Als Intendant und Regisseur habe ich all meine Liebe für das Theater und für die Menschen im Allgemeinen und die Menschen im Pott im Besonderen in meine Arbeit gegeben. Irgendwann war es dann so weit, dass ich glaubte, wir sind angekommen, wir sind zu einem unverzichtbaren und wichtigen Teil des Ruhrgebiets geworden.

Doch Pustekuchen! Seit drei Monaten ist unser Theater geschlossen. Und niemanden scheint es zu interessieren. Niemanden außer unseren Gästen, die vermissen uns allerdings sehr. Leider haben sie aber keine öffentliche Stimme.

Auf die öffentlichen Stimmen warten wir vergeblich! Als wir am 05.06.20 unser Theater mit 100 erlaubten Gästen teileröffneten, haben die Feuilletons der Revierzeitungen und unser Haussender WDR das geflissentlich ignoriert. Gab es Nachfragen der Stadt Herne oder unserer Stadtwerber, wie sie uns helfen können, unser Überleben zu sichern? Nein, Fehlanzeige.

Hat sich irgendjemand von den aktiven Politikern und Bankern, von den Ruhrgebietsgrößen und Unternehmern, die wir gerne bei uns empfangen, mal gemeldet, Interesse gezeigt oder gar Spenden oder Hilfen annonciert? Nur ein einziger, bislang ohne Erfolg. Unsere Gäste dagegen haben uns Mut gemacht – mit ihrem Zuspruch und vielen Spenden nach ihren Möglichkeiten. Das bedeutet uns viel.

Der Mondpalast lebt zu 100 Prozent von seinen Eintrittsgeldern. Die sind Mitte März von einem Tag auf den anderen unverschuldet weggebrochen, dabei waren wir bereits bis in den Juni hinein bestens gebucht. Ohne Aussicht auf Einnahmen und belastbare Informationen über eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs wäre unser Theaterschiff längst gesunken, wenn sich unser Prinzipal, obwohl er Schulden hasst und 2021 seinen 70. Geburtstag feiert, nicht mit einer enormen sechsstelligen Summe verschuldet hätte, um weitermachen zu können. 16 Jahre ist es ihm gelungen, keine Schulden zu machen.

Und dann muss ich lesen, dass zum Beispiel das Aalto Theater Essen vom Land NRW eine Projektförderung von 500.000 Euro zugesprochen bekam, um einen Info-Bus über das Aalto Theater auf die Straße zu schicken. 500.000 Euro für den Reklame-Karren eines Theaters, das ohnehin hoch subventioniert wird und so gut wie keine existenziellen Probleme kennt! Mit 500.000 Euro könnte dagegen der Mondpalast von Wanne-Eickel ein ganzes Jahr opulentes Volkstheater machen. Ich begreife es nicht!

Wahrscheinlich habe ich mich bereits verständlich gemacht, aber ich fasse noch einmal zusammen: Ich kann es kaum ertragen, dass unsere Arbeit so ohne jeden Nachhall bleibt, dass der Fortbestand des Mondpalastes den Entscheidern in unserem Lande vollkommen gleichgültig zu sein scheint. Wir sind doch der Strukturwandel, wir sind doch systemrelevant.

Das tut sehr weh. Eines ist trotzdem sicher: Wir versuchen alles. Niemand hier gibt auf, ob uns nun jemand hilft oder eben auch nicht. Es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist. Aber wenn es zu Ende ist, dann ist der Mondpalast weg – für immer.

Wanne-Eickel, im Juni 2020

Mit enttäuschten Grüßen

gez. Thomas Rech
Intendant

Informationen zum Spielbetrieb

Liebe Freundinnen und Freunde der guten Unterhaltung,

nach den Vorgaben der verantwortlichen Politiker stellen wir den regulären Spielbetrieb vorläufig bis einschließlich 31. August 2020 ein.

Wir sind zuversichtlich, ab September 2020 unsere Komödien wieder aufführen zu können, möglicherweise mit eingeschränktem Saalplan.

Die angedachten Spieltermine ab September 2020 bis Jahresende können Sie bereits jetzt unter TERMINE auf unserer Webseite einsehen. Ab August werden sie voraussichtlich wieder buchbar sein - online und am Kartentelefon.

Bereits erworbene Eintrittskarten für Vorstellungen bis 31. Juni 2020 gelten automatisch als Gutscheine für kommende Aufführungen. Sie sind bis zu drei Jahre ab Kaufdatum gültig.

Bei Fragen helfen wir Ihnen an der Theaterkasse unter Telefon 02325 - 588 999 gern weiter. Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten.

Bis einschließlich 27. Juni
montags bis freitags von 15 – 18h unter 02325 – 588 999

Ab 2. Juli bis einschließlich 1. August
donnerstags und freitags von 15 - 18 Uhr und samstags von 10 - 13 Uhr
unter 02325 - 588 999

Ab 3. August wieder reguläre Öffnungszeiten
montags bis freitags von 10 - 19 Uhr und samstags von 10 - 14 Uhr
unter 02325 - 588 999

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und freuen uns, Sie alle ab Herbst 2020 wieder im Mondpalast von Wanne-Eickel unterhalten zu dürfen.

Herzlichst, Ihr
Christian Stratmann
Prinzipal

(Stand: Freitag, 19.06.2020)

Mondpalast lässt Rosen regnen

Neuer Talk ab 5. Juni mit Stratmann, Rech, Domke und einigen Überraschungen – Vorstellungen für je 100 Gäste – „Wir wollen wieder spielen und Spaß haben" - Nur telefonisch buchbar unter 02325 - 588 999 von Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr

Am 17. März musste der Mondpalast von Wanne-Eickel seine Tore schließen, ab 5. Juni machte er sie wieder auf – für einen vergnüglichen Talkabend unter dem Titel „Für uns soll’s wieder Rosen regnen – Der Prinzipal unterhält sich - und andere“ mit Christian Stratmann, Thomas Rech und Überraschungsgästen. „Wir wollen endlich wieder spielen und Spaß haben", sagt Christian Stratmann. „Alle sind heiß darauf, dass es losgeht.“ Premiere war am Freitag, 5. Juni, um 20 Uhr. Und auch wenn's nur 100 Gäste waren, so feierten diese die Rückkehr des Ruhrgebietshumors als wären es 500 - mit Jubel und standing ovations.

Auch wenn nicht allzu viel über das Programm verraten werden soll, so gibt es doch eine Reihe von verblüffenden Momenten. In einer von Mondpalast-Intendant Thomas Rech konzipierten Mischung aus „Prinzipalgeburtstag und Late Night“ agiert zum Beispiel Hausautor Sigi Domke erstmals höchstpersönlich auf der Bühne des Mondpalasts, Mondpalast-Stars wie der knorrige Axel Schönnenberg zeigen völlig neue Seiten. Darüber hinaus erleben die Gäste musikalische Darbietungen, die es so im Mondpalast noch nie gab und die es nach den zehn exklusiven Vorstellungen vermutlich auch nie mehr geben wird. Das fängt bei Hildegard Knef an und hört bei Francoise Hardy noch lange nicht auf. Sigi Domke hat dazu sehr witzige Texte geschrieben.

Buchung nur telefonisch

Die vergnüglichen Talkabende mit je 90 Minuten Programm zuzüglich Pause hat Stratmann zunächst bis zum Beginn der offiziellen Sommerpause ab 6. Juli angesetzt. Die Gastronomie im Foyer wird geöffnet. Gebucht werden kann ab sofort nur telefonisch unter der Rufnummer 02325 – 588 999 (mo-fr, 14-18 Uhr). Eintritt auf allen Plätzen: 17,90 Euro.

Aufführung von Komödien nicht erlaubt

Eine Aufführung der Komödien ist wegen der erforderlichen Mindestabstände der Schauspieler grundsätzlich ausgeschlossen. Bevor sich der Vorhang wieder öffnen darf, hat das Mondpalast-Team eine Vielzahl von Auflagen zu erfüllen. Ein Corona- Beauftragte wurde benannt, ein Corona-Saalplan erstellt. Einlass- und Auslass-Regularien werden festgelegt, Hygiene-Maßnahmen vorbereitet. Jeder Gast ist mit Kontaktdaten zu dokumentieren.

 Riesen-Resonanz auf Prinzipal-Botschaften

Die Theaterschließung Mitte März war für die Mondpalast-Familie ohnehin kein Grund, den Kreativ-Fluss abzudrehen - allen voran Prinzipal Christian Stratmann. Er bot seinen Freundinnen und Freunden gegen eine kleine Gebühr persönliche Botschaften als Handy-Videos an – zum Geburtstag, zur Hochzeit, zum Jubiläum, zur Taufe und sogar zum Schlussmachen. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele von meinem Angebot Gebrauch machen würden“, sagt Christian Stratmann, der noch immer fast täglich neue Anfragen erhält. Die Resonanz auf die gelieferten Botschaften ist ebenfalls enorm: „Ich erhalte zum Dank so viele kleine Videos, lustige Textnachrichten und Fotos, dass die Datenmenge mein altes Handy direkt geschrottet hat“, schmunzelt Stratmann.

Mit YouTube-Kanal in Kontakt bleiben

Auch das Ensemble war rührig. Um in Kontakt mit den Fans zu bleiben, verlegte der Mondpalast sein Angebot kurzerhand auf YouTube. 48 Videos - Talks mit Intendant Thomas Rech, Lieblingsplatz-Erzählungen, Sketche und Lesungen - sorgten unter dem Stichwort #mondpalastgeflüster für gute Unterhaltung. Höhepunkte waren die kostenlose Bereitstellung der Komödien „Ronaldo & Julia“ plus Bonusmaterial und „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“, die von der Community dankend angenommen wurden. Allein „Ronaldo & Julia“ zählte bis jetzt mehr als 6.600 Zugriffe – das bedeutet 11x „ausverkauft“ im Mondpalast.

TALK: Für uns soll’s wieder Rosen regnen

Der Prinzipal unterhält sich (und andere)

TERMINE:

Freitag, 5. Juni, 20 Uhr (PREMIERE)

Freitag, 12. Juni, 20 Uhr

Freitag, 19. Juni, 20 Uhr

Freitag, 26. Juni, 20 Uhr


(Stand: Montag, 15. Juni 2020)

Mondpalast „flüstert“ im Netz

Der Mondpalast von Wanne-Eickel stellt weiter unter dem Hashtag #mondpalastgeflüster Videos mit kleinen und großen Geschichten aus dem Theaterleben ins Netz.

Zu finden sind die #mondpalastgeflüster-Videos auf der Mondpalast-Webseite sowie auf YouTube und auf Facebook.

 

#mondpalastgeflüster: Prinzipalsplausch mit Christian Stratmann und Thomas Rech
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Christian Stratmann
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Thomas Rech
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Sigi Domke
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Martin Zaik
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Melanie Linka
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Anja Balzer
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Ekki Eumann
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Susanne Fernkorn
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Andreas Wunnenberg
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Axel Schönnenberg
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Rainer Besel
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Thomas Hünerfeld
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Dominik Brünnig
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Philipp Regner
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Heiko Büscher
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Silke Volkner
#mondpalastgeflüster: Der Talk - zu Gast Anna Totzek
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Christian Stratmann
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Thomas Rech
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Ekki Eumann
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Heiko Büscher
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Astrid Breidbach
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Axel Schönnenberg
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Andreas Wunnenberg
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Philipp Regner
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Anja Balzer
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Susanne Fernkorn
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Silke Volkner
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Rainer Besel
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Dominik Brünnig
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Sigi Domke
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Thomas Hünerfeld
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Janine Kreyßler
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Melanie Linka
#mondpalastgeflüster: Mein Lieblingsplatz - Anna Totzek
#mondpalastgeflüster: Thomas Rech liest Ostermärchen für Kinder
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke liest "Sterntaler"
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke liest "Orientierung"
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke liest "Fernsehmuffel"
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke liest "ich bin meine Mutter!
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke liest Ruhrpottgedichte für jede Gelegenheit
#mondpalastgeflüster: Sigi Domke kündigt Lesungen an
#mondpalastgeflüster: Axel Schönnenberg singt "Wat 'ne herrliche Welt"
#mondpalastgeflüster: Botschaften bestellen beim Prinzipal
#mondpalastgeflüster: Radio Gaga. Drei Hörfunksketche von Thomas Rech
#mondpalastgeflüster: Ankündigung "Ronaldo & Julia" in voller Länge

 

Ihr Mondpalast-Team

"Gut gequakt, Frosch!" Gäste feiern Premiere mit Standing Ovations

Wir sind die Nachbarn - der Mondpalast feiert die gelungene Premiere

Artenschutz und Klimawandel, soziales Gefälle und Gewaltbereitschaft: Lassen sich solche Themen auf der Bühne überhaupt vergnüglich verhandeln? Die Antwort lautet: Ja - im Mondpalast von Wanne-Eickel. Unter dem Titel "Das Schweigen der Frösche" haben Hausautor Sigi Domke und Regisseur Thomas Rech Deutschlands großem Volkstheater eine neue Komödie verpasst, in der ein kleiner Frosch für großen Zoff sorgt. Am Donnerstag, 30. Januar, hatte das große Desaster hinter'm Gartenzaun Premiere - und die Gäste ihren Spaß an zeitgemäßem Volkstheater der Extraklasse.

Hier gibt´s Tickets

Das schreiben die Medien:

"Gut gequakt, Frosch! Viel Tempo und Witz. Schöne Bilder. Fabelhaftes Ensemble und ein Bühnenbild, das eine Eins mit Sternchen verdient hat. Besser geht nicht."
Recklinghäuser Zeitung, Kultur, 1. Februar 2020

"Mitzuerleben, wie die Wut eskaliert und brave Bürger bewaffnet und in Tarnanzügen einem Frosch zu Leibe rücken, ist bis zum Knall am Ende kurzweilig und mit vielen Gags gespickt."
WAZ Kultur, 1. Februar 2020

"Ein großer Spaß. 'Einfach mal Mensch bleiben': Diese schon von Jürgen von Manger verbreitete Devise (...) ist in Zeiten allgemeiner Aufgeregtheit nicht die schlechteste Idee, die eine Komödie ihrem Publikum mit auf den Weg geben kann."
WAZ Herne/Wanne-Eickel, 1. Februar 2020

Die Ausgangssituation kennen doch alle: Die einen wohnen Tür an Tür zur Miete, die anderen genießen ihr Eigenheim. Die einen wünschen sich Ruhe nach einem stressigen Arbeitstag, die anderen können sich am fröhlichen Quaken der Frösche im Teich vor dem Haus gar nicht satt hören. Mit einer feucht-fröhlichen Gartenparty unter Nachbarn fängt es an. Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, dass im Gartenteich des Ehepaars Brockmeier noch in derselben Nacht ein neuer Mieter einziehen wird, ein ziemlich kleiner, ziemlich laut quakender Frosch.

Störenfried und Kindersatz
Den Anwohnern aus dem Mietshaus (Astrid Breidbach/Heiko Büscher, Silke Volkner/Axel Schönnenberg, Andreas Wunnenberg/Melanie Linka und Thomas Hünerfeld) raubt der Grüne Schlaf und Nerven. Das neureich-prollige Ehepaar Brockmeier (Susanne Fernkorn/Dominik Brünnig) in seinem protzigen Eigenheim betrachtet "hyla arborea", wie der Laubfrosch auf Lateinisch heißt, als eine Art Kindersatz und tauft ihn "Zombie". Schon bald können die Gäste erleben, wie Zombies nächtliche Balzrufe die Emotionen hochkochen lassen. Sogar die Lokalzeitung gießt Öl ins Feuer – in Person eines Lokalreporters mit Alkoholproblem (Ekki Eumann).

Der Funke springt über
Und der Funke springt über: Die Gäste amüsieren sich königlich über die mit großem Wortwitz, klasse Timing, Körperkomik und deftigen Sprüchen gespickten Szenen. Das große Ensemble zeigt sich ohne Ausnahme engagiert, spielfreudig und quicklebendig. Wegen der Erkrankung von Mondpalast-Urgewalt Martin Zaik übernahm Dominik Brünnig kurzfristig die Rolle des "Rooooobärt" Brockmeier. Eine gute Wahl, da Brünnig die Gelegenheit nutzt, um zu zeigen, welches komödiantische Können in ihm steckt. Szenenapplaus gibt es für Axel Schönnenbergs Slapstick-Spagat auf dem Gartentor und für Susanne Fernkorns faszinierende Darstellung einer ganz besonderen Verwandlung. Auch Thomas Hünerfeld, ein neues Gesicht im Ensemble, tut als zackiger Soldat viel mehr als seine Pflicht. Das Ende kommt rasch und anders als erwartet. Das sorgt für Standing Ovations, strahlende Gesichter beim Abschlussapplaus und jede Menge Gesprächsstoff im Foyer. So muss modernes Volkstheater sein. Mehr geht nicht.

Das sagen die Gäste

Danke, dass ich das sehen durfte. Die Darstellung des Frosches ist einfach unglaublich. Ich hatte große Freude und werde noch lange darüber nachdenken.
Carina Goedeke, Vizepräsidentin des Landtags NRW

Das war eine Inszenierung auf der Höhe der Zeit, eine grün eingefärbte Komödie mit hohem Spaßfaktor. Ich habe mir die Frage gestellt, sind die Frösche schlauer als die Menschen? 
Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne

Ich habe ein sehr schönes Stück gesehen - mit viel Action am Schluss. Nachbarschaftsstreit gibt es überall, das wurde sehr gut verpackt. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Olaf Henning, Schlagerstar

Ich bin gut unterhalten worden. Nachbarn sind wie ein Geschenk, die kann man sich nicht aussuchen. Besonders die zweite Hälfte hatte Tempo und viel Wortwitz.
Bruno Knust, Comedian

Wieder eine gelungene Premiere im Mondpalast! Das Nachbarschaftsstück mit ökologischem Anstrich hat mir sehr gut gefallen. Die Dialoge waren gut, die Schauspieler sehr engagiert. Und die Auswahl der Musikstücke hat mich an meine Jugend erinnert.
Dr. Ingo Wolf, NRW-Innenminister a.D.

Das war froschig frisches Volkstheater. Ein Stakkato von Gags. Das Thema ist aktuell, und die Musikbezüge in die 1970er fand ich klasse.
Thomas Nückel, FDP-Abgeordneter im NRW-Landtag

Dass Frösche so viel Spaß machen können! Wieder eine hervorragende schauspielerische Leistung. Besser geht's im Ruhrgebiet nicht. Wie immer "Garantiert Stratmann".
Dr. Michael Kohlmann, Solidarfondsstiftung NRW

Ein Kompliment an die Bühnentechnik für diese typische Ruhrgebietskulisse. Dass der Frosch uns am Ende den Spiegel vorhält, hat mir gut gefallen. Ich fand die Darstellung von Susanne Fernkorn in der Brunnenszene ganz fantastisch.
Andreas Dickel, Leitender Kriminaldirektor, Polizeipräsidium Bochum

 

 

Alle Urheberrechte liegen beim Mondpalast von Wanne-Eickel.
Für mehr Informationen besuchen Sie bitte das Impressum.